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Spielfilme im Nationalsozialismus – Der Große König (1942)

5. Juni 2018 @ 17:45 - 19:30

€3

Filmreihe im Juni:

Spielfilme im Nationalsozialismus

Eine Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel

Dienstag, 5. Juni 2018, 17:45 Uhr

Eintritt 3,00 Euro

Der Große König (1942)

 

Der von Veit Harlan in Szene gesetzte Monumentalfilm spielt im Siebenjährigen Krieg (1756–63) nach der Niederlage der preußischen Armee in der Schlacht bei Kunersdorf im August 1759. Friedrich II. steht vor den Trümmern seiner Kriegspolitik, aus dem Umfeld des sich mit Selbstmordgedanken tragenden Königs werden Stimmen laut, die zur Kapitulation raten. Dennoch entscheidet sich der Monarch für die Fortsetzung des Krieges, dessen Sieg dank der Opferbereitschaft der preußischen Bevölkerung auch errungen wird. Preußen ist gerettet, Schlesien wird preußisch und Preußen etabliert sich dauerhaft als fünfte Großmacht auf dem europäischen Kontinent. Der im März 1942 mitten im II. Weltkrieg uraufgeführte Film sollte vor allem dem psychologischen Aufbau der Bevölkerung dienen, nachdem der Krieg gegen die Sowjetunion im Winter 1941/42 vor Moskau ins Stocken geraten war, Deutschland sich gleichzeitig im Krieg mit Großbritannien und den USA befand und der deutsche Glauben an ein rasches siegreiches Kriegsende – nicht zuletzt angesichts der Luftangriffe auf deutsche Städte – erster Skepsis wich. Nach der Kapitulation der deutschen Wehrmacht im Mai 1945 wurde die Aufführung des Films vom Alliierten Kontrollrat verboten.

 

GELEITWORT

Anhand von vier Beispielen beleuchtet das Filmseminar der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel die vielfältigen Funktionen von Spielfilmen während des Nationalsozialismus. Dabei soll es nicht um reine Propagandafilme wie Jud Sü. oder Hitlerjunge Quex gehen, in denen das NS-Regime zentrale Aspekte seiner Ideologie wie die „Rassenlehre“ propagierte oder die „Kampfzeit“ der NS-Bewegung glorifizierte. Der weitaus größte Teil der während des „Dritten Reiches“ gedrehten Spielfilme wollte nicht allein indoktrinieren, sondern vor allem die „Volksgemeinschaft“ unterhalten. So kommt etwa der 1937 von Detlef Sierck gedrehte Film La Habanera auf den ersten Blick als reines Melodram daher, in dem eine schwedische Bürgerstochter namens Astrée Sternhjelm den falschen Mann, den selbstherrlichen und herrschsüchtigen Großgrundbesitzer Don Pedro de Avila, heiratet. Zehn Jahre später ist die Ehe zerrüttet, Astrée von Heimweh geplagt, zumal sie der eifersüchtige Ehemann wie eine Gefangene hält und versucht, den gemeinsamen Sohn allein nach seinen Vorstellungen zu erziehen. Jenseits der Tatsache, dass Zarah Leander mit einem ihrer erfolgreichsten Musiktitel, Der Wind hat mir ein Lied erzählt, ihr Publikum begeistert, lässt der Film keine Gelegenheit aus, die vermeintliche Überlegenheit der „nordischen Rasse“ in Szene zu setzen. Wurde dieser Film noch zu Friedenszeiten gedreht, sind Ohm Krüger, Der Große König und Kolberg Spielfilme mit historischer Thematik, die dem NS-Staat während des Zweiten Weltkrieges als „Aufbau-„ und „Durchhaltefilm“ dienten oder den Kriegsgegner Großbritannien aufgrund des überaus brutalen britischen Vorgehens im südafrikanischen Burenkrieg (1899-1902) moralisch zu diskreditieren versuchten. Insbesondere die Historienfilme veranschaulichen das nationalsozialistische Geschichtsbild, indem sie die aktuelle NS-Politik mithilfe historischer Deutungen, die sich nicht selten als Geschichtsklitterungen entpuppen, zu

legitimieren trachteten, etwa indem sie Hitlers Kriegspolitik analog zur höchst riskanten, letztlich aber erfolgreichen Kriegführung des Preußenkönigs Friedrich „des Großen“ ins rechte Licht zu setzen versuchten.

/https://www.galerie-morgenland.de/h/

Details

Datum:
5. Juni 2018
Zeit:
17:45 - 19:30
Eintritt:
€3

Veranstaltungsort

FilmRaum
Müggenkampstr. 45
Hamburg, Hamburg 20257 Deutschland
Google Karte anzeigen
Telefon:
040 - 35628983
Webseite:
www.filmraum.net


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