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Wie im echten Leben

Neustart ab 30. Juni

von Emmanuel Carrère

Schauspiellegende Juliette Binoche erfindet sich auf geniale Weise neu. In WIE IM ECHTEN LEBEN spielt sie die renommierte Schriftstellerin Marianne und beginnt ein Doppelleben auf Zeit. Sie gibt allen Komfort der Pariser Kulturelite auf und reist in die nordfranzösische Hafenstadt Caen, wo das Wetter launisch ist und das Leben rauh. Im Jobcenter gibt sie vor, nach einer Scheidung jede Stelle anzunehmen – egal wie schmutzig sie sich die Hände macht. Ihr eigentlicher Plan: Sie will eintauchen in ein Leben zwischen Plackerei und Geldknappheit, zwischen Allesgeben und Nichts bekommen, und ein Buch schreiben über die starken Persönlichkeiten, die diese Welt auf ihren Schultern tragen. Marianne will Arbeit machen, die in der umsorgten Mittelschicht keiner mehr haben will. Ein Job als Putzfrau erweist sich als Glücksfall – extreme Schinderei, blöde Sprüche vom Chef, unfaire Bezahlung – ein Klassiker der Drecksarbeit. Auch wenn sie sich nach kurzer Zeit die Kündigung einhandelt, bringt ihr die Stelle die überwältigende Unterstützung von den Frauen, die stahlharte Putzprofis sind und echte Freundschaft können. Besonders mit der taffen Christele, die sich allein mit drei Kindern durchs Leben schlägt, freundet sie sich an. Dank ihr schafft es Marianne in die Putzkolonne des Fährhafens: 12 Arbeiterinnen, 230 Kabinen, 1,5 Stunden. Es klingt wie eine verwegene Wette, die täglich gewonnen und irgendwie auch verloren wird. Mit Christèle, Marilou und Justine verbindet Marianne bald eine so tiefe Freundschaft, dass ihre wahre Identität zum größten Problem wird. Mit allen Tricks versucht sie, ihr komfortables Künstlerleben vor ihren Freundinnen zu verbergen. Doch irgendwann hat Marianne genug Material für ihr Buch zusammen und es ist Zeit, ihr wahres Gesicht zu zeigen.…

Ein Film von Emmanuel Carrère, mit Juliette Binoche, Hélène Lambert, Léa Carne,  Frankreich, 2021, 106 Min., Original, Französisch mit deutschen Untertiteln

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Schmetterlinge im Ohr

Neustart ab 1. Juli

von Pascal Elbé

Antoine, ein gutaussehender Geschichtslehrer in seinen frühen Fünfzigern, ist Ignorant der Extraklasse, vor allem wenn es um Symptome des eigenen Alterns geht: Wortmeldungen seiner Schüler oder die Gefühlslage seiner Freundin – geht ihn nichts an. Sogar das morgendliche Schellen seines Weckers ignoriert er. Seine neue Nachbarin Claire treibt er mit ohrenbetäubenden Lärm in den Wahnsinn. Ihre Wutausbrüche perlen an Antoine gnadenlos ab – wie alles in dieser Welt. Erst als er in der Schule auch den Feueralarm ignoriert, ist Antoine gezwungen, sich der unangenehmen Tatsache zu stellen: Er ist so gut wie taub. Und das im besten Alter! Mit dem Einsatz von Hörgeräten eröffnet sich ihm bald eine neue Welt, aber die bringt nicht nur Freude. Dieses Accessoire der Alten passt einfach nicht zu seinem Selbstverständnis als Mann. Noch schlimmer ist für ihn, dass er plötzlich alles mitbekommt, was er sonst entspannt ausblenden konnte. Seine demente Mutter, seine überforderte Schwester, die von ihm jahrelang brüskierte Lehrerschaft – alles prasselt nun ungefiltert auf ihn ein. Nur ein einziger Mensch bedrängt ihn nicht: Violette, die kleine Tochter Claires, die seit dem Tod ihres Vaters nicht mehr spricht. Plötzlich nimmt er gegen seine Natur Anteil an anderen. Mehr noch: er verliebt sich in ihre Mutter. Aber Hörgeräte sind kein Garant für gute Verständigung. Denn die will gelernt sein…

Ein Film von Pascal Elbé, mit Sandrine Kiberlain, Pascal Elbé, Valérie Donzelli,  Frankreich, 2021, 94 Min.,

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Der schlimmste Mensch der Welt (OmU)

Neustart ab 23. Juni

von Joachim Trier 

Wo ist nur die Zeit geblieben? Julie wird bald dreißig und kann es kaum glauben. Während ihr über zehn Jahre älterer Freund Aksel als erfolgreicher Comicbuch-Autor durchstartet, kann sie auf ihre abgebrochenen Studiengänge nicht wirklich stolz sein. Seriöser Familienplanung geht sie lieber aus dem Weg. Zu viel scheint für sie noch möglich. Was Julie eigentlich will? Zukunft, vermutlich, und eine glückliche bitte, wenn’s geht. Nur wie ist das anzustellen? Auf einer Hochzeitsparty trifft sie den charmanten Eivind – und für eine Nacht steht die Zeit still. Das muss Liebe sein. Zum ersten Mal ist sich die sonst so unentschlossene Julie einer Sache sicher. Jedoch fällt ihr die nahende Trennung von Aksel deutlich schwerer als gedacht. Ist Eivind wirklich der richtige Mann fürs Leben? Wieder meldet sich Julies wankelmütiges Wesen – sie ist einfach der hoffnungslos schlimmste Mensch der Welt, oder? Ein Jahr nach dem fantastischen Kinoerfolg von DER RAUSCH beweist DER SCHLIMMSTE MENSCH DER WELT einmal mehr, dass Skandinavien ganz großes Kino kann. Joachim Triers (REPRISE – AUF ANFANG/OSLO, 31. AUGUST) moderne Variante einer klassischen romantischen Komödie ist durchzogen von feinem Humor, grandiosem Herzschmerz und einem unverwechselbaren Gespür für knifflige Beziehungsdynamik. Das umwerfende Darstellerensemble wird angeführt von Renate Reinsve, die für ihr elektrisierendes Spiel völlig zurecht den Preis als Beste Darstellerin in Cannes gewann.…

Ein Film von Joachim Trier, mit Renate Reinsve, Anders Danielsen Lie, Maria Grazia Di Meo,  Oslo, Norwegen, 2021, 128 Min., Originalfassung, Norwegisch mit deutschen Untertiteln

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Alles in bester Ordnung

Neustart ab 26. Juni

von Natja Brunckhorst

Marlen (Corinna Harfouch) ist früher durch die Welt gereist, draußen strahlt sie, aber ihre Wohnung hat sie mit Gegenständen vollgestellt. Sie ist eine leidenschaftliche Sammlerin. Alles ist zu wertvoll, zu bedeutend, um es wegzuschmeißen. Fynn (Daniel Sträßer) dagegen will mit nur 100 Dingen durch die Welt gehen. „Ordnung ist das halbe Leben!“, sagt er. „Willkommen in der anderen Hälfte!“, antwortet sie. Das ist der Humor und der Kampfstil, den sie von jetzt an pflegen. Marlen und Fynn – stärker könnten die Gegensätze nicht sein. Doch Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an…

ALLES IN BESTER ORDNUNG ist eine feinsinnige Komödie über das Zuviel und das Zuwenig.…

In ihrem Regiedebüt ALLES IN BESTER ORDNUNG wirft die Schauspielerin und Drehbuchautorin

Natja Brunckhorst (CHRISTIANE F. – WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO, AMELIE RENNT) einen warmherzig-zärtlichen und humorvollen Blick auf die Phänomene der modernen Konsumgesellschaft. Indem sie eine Maximalistin und einen Minimalisten auf Kollisionskurs setzt, erzeugt sie komödiantische Reibungsfunken und regt zugleich zum Nachdenken an, über das Zuviel und Zuwenig. Wie brandaktuell das Thema ist, lässt sich an der Flut der Aufräum- und Wegwerf-Ratgeber in den Buchläden und Bestsellerlisten ablesen und am wuchernden Wachstum des Dienstleistungssektors der Aufräumer*innen. Ein ernstes, oft auch delikates Thema, das Natja Brunckhorst in ihrem Debütfilm mit Charme und Humor behandelt.

Ein Film von Natja Brunckhorst, mit Corinna Harfouch, Daniel Sträßer, D 2021, 96 Min.,

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Eine Stadt sieht einen Film

Rocker (BRD 1972)

19. Juni 2022 – 16 Uhr

zu Gast ist der Regisseur Klaus Lemke

EINE STADT SIEHT EINEN FILM ist seit 2016 das jährliche Gemeinschaftsprojekt der Hamburger Arthouse- und Programmkinos. Einen ganzen Sonntag (11 bis 22 Uhr) zeigen die Hamburger Kinos einen Filmklassiker made in Hamburg. Das Herzstück der gemeinsamen Kino- veranstaltung ist traditionell die Reise des Filmteams durch die Kinos, die Kinogespräche und natürlich eine Drehorttour an die Originalschauplätze. Der gigantische Tagesplan mit allen Screeningzeiten kann hier eingesehen werden. Als Gäste haben bereits Regisseur Klaus Lemke, Kameramann Bernd Fiedler und Regie-Assistent Martin Müller zugesagt.

Der Vorverkauf beginnt am 9. Mai.

Rocker

Der deutsche Easy Rider feiert 50. Geburtstag!

St. Pauli 1972. Biker gegen Zuhälter. Im Mittelpunkt von Klaus Lemkes ausschließlich mit Laiendarstellern besetztem und mit kleinem Budget realisiertem Milieufilm steht der 15-jährige Mark. Nach dem gewaltsamen Tod seines älteren, kriminellen Bruders Ulli wird der Teenager aus seinem kleinbürgerlichen Leben als Supermarkt -Lehrling herausgerissen. Zufällig lernt er den alternden Biker-Boss Gerd kennen, der ihn unter seine Fittiche nimmt. Gemeinsam mit Gerds Biker-Gang zieht Mark durch Hamburg, wird in krumme Geschäfte und Auseinandersetzungen verwickelt und bekommt auch die aggressive Ablehnung der bürgerlichen Gesellschaft gegen die Rocker-Szene zu spüren. Dialoge aus der Hüfte mit Sprüchen, die mindestens in Deutschlands Norden in den Sprachgebrauch übergegangen sind,  eine neugierige Handkamera, die das Tempo des Films angibt: wenn Kino unmittelbar berühren kann, dann so. Der Kiez-Kultfilm lebt maßgeblich durch seine Darsteller des Rocker-Clubs „Bloody Devils“. Auf die große Leinwand kam der für das ZDF produzierte Fernsehfilm erst Ende 90er Jahre  durch die beiden Hamburger Underground-Filmemacher Torsten Stegmann und Henrik Peschel. Zahlreiche ausverkaufte Open-Air-Kinoveranstaltungen (u.a. im Millerntor-Stadion) und der Fanclub „Mach dich grade“ zeugen von der Zeitlosigkeit des Films.

BRD 1972, Regie und Buch: Klaus Lemke, 85 Min., mit Hans-Jürgen Modschiedler, Gerd Kruskopf, Paul Lys, Marianne Mim, Dennis O. Heinrich u.a., Regieassistenz: Martin Müller, Kamera: Bernd Fiedler, Schnitt: Jutta Brandstaedter

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AEIOU

Das schnelle Alphabet der Liebe (OmU)

Neustart ab 16. Juni

von Nicolette Krebitz 

Vor einem Szenelokal in West-Berlin wird eine Schauspielerin überfallen. Ein junger Mann rempelt sie an, entreißt ihr die Handtasche und läuft davon. Die Dame fällt auf die Knie und schaut dem Dieb hinterher. Wenig später stehen sie einander wieder gegenüber. Anna (Sophie Rois) und Adrian (Milan Herms). Dieses Mal ist sie seine Lehrerin und soll ihn im Sprechen unterrichten. Adrian ist ein Waisenkind und gilt als schwieriger Fall. Anna ist Schauspielerin, aber spielen tut sie schon lange nicht mehr. Beide stehen ein Stück neben dem Leben, einen Schritt außerhalb der Gesellschaft. Anna empfängt Adrian bei sich zuhause. Ihre Wohnung gehört Michel (Udo Kier), ihm gehört das ganze Haus. Er ist ihr größter Fan. Bald werden die Unterrichtsstunden zu Abendessen, Spaziergängen und gemeinsam gerauchten Zigaretten. Und irgendwann versuchen sie es mit dem Rest der Welt aufzunehmen. Angefeuert voneinander, aber ohne einen Pfennig, verlassen sie die Stadt. Sie wollen nach Frankreich, ans Meer…

Ein Film von Nicolette Krebitz, mit Sophie Rois, Udo Kier, Milan Herms,  Deutschland, 2021, 104 Min.,

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Sundown – Geheimnisse in Acapulco (OmU)

Neustart ab 16. Juni

von Michel Franco

Acapulco, Mexiko: In einem Luxushotel am Strand verbringt Neil (Tim Roth) mit Alice (Charlotte Gainsbourg) und ihren Kindern entspannte Urlaubstage. Das Idyll hat ein Ende als Alice ein Anruf aus London erreicht: Ihre Mutter ist gestorben. Während sie umgehend zurück nach London reist, um sich um die Hinterlassenschaften zu kümmern, kehrt Neil vom Flughafen an den Strand zurück – angeblich hat er seinen Pass im Hotel liegen lassen. Um einer Rückkehr in sein Leben zu umgehen, lügt er Alice fortan weiter an. Bis sie eines Tages wieder am Strand steht und ihn konfrontiert, mit seinen Lügen und seiner fehlenden familiären Verantwortung. Die schwelenden Konflikte brechen offen zutage, doch Neil zieht sich nur umso weiter zurück und bleibt nach einem weiteren Schicksalsschlag am Ende wieder allein am Strand zurück, während die Sonne immer wieder aufs Neue untergeht, am Strand von Acapulco.

Nach NEW ORDER setzt Autor und Regisseur Michel Franco mit SUNDOWN – GEHEIMNISSE IN ACAPULCO seine filmische Suche nach Reaktionen von Individuen und Gesellschaften in Ausnahmesituationen fort. Taucht in einem ruhigen Erzählstil, der einer Momentaufnahme gleicht, ein in die Sonnen- wie Schattenseiten von Acapulco und legt dabei oftmals wortlos das Seelenleben seiner Protagonisten offen.

Ein flirrender, leiser, bildstarker Thriller, der vor der kontrastreichen Kulisse Acapulcos die Diskrepanzen aufzeigt, die in jeder noch so untrennbar scheinenden Beziehung stecken und die umso schonungsloser zutage treten, wenn das Gleichgewicht eines bestehenden Systems durch unvorhergesehene Ereignisse ins Wanken gerät

Ein Film von Michel Franco, mit Tim Roth, Charlotte Gainsbourg, Iazua Larios, Mexiko, Schweden, Frankreich, 2021, 82 Min., Original, Englisch, Spanisch mit deutschen Untertiteln

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Leander Haußmanns Stasikomödie

Neustart ab 10. Juni

von Leander Haußmann

Berlin, heute: Auf Drängen seiner Freunde, seiner Frau, Kinder und Enkel hatte sich Ludger Fuchs (Jörg Schüttauf) entschlossen, Einsicht in seine Stasi-Akte zu beantragen. Heute ist er ein prominenter, ja, populärer Romanautor, gestern war er ein Held des Widerstandes der DDR; er stand also zwangsläufig unter Beobachtung der Staatssicherheit. Stolz präsentiert Ludger seiner versammelten Familie die dicke Akte. Alles hat die Stasi dokumentiert und kommentiert: seine Wohnung, seine Katze, selbst Szenen mit seiner Frau Corinna (Margarita Broich) im Ehebett… Aber dann: „Was ist denn das?!“ Ein zerrissener und wieder zusammengeklebter Brief, sehr detailliert, sehr intim…. Also von Corinna war der bestimmt nicht, und Corinna will es jetzt genau wissen. Ludger wiegelt ab: „Das war doch vor Deiner Zeit…“ Aber es ist zwecklos, die Stasi hat alles genau dokumentiert. Wütend packt Ludger seine Akte zusammen und entflieht vor dem inzwischen handfest und laut gewordenen Ehestreit nach draußen. Vor dem Haus zündet er sich eine Zigarette an und bläst den Rauch nachdenklich in die Sonne. Und er erinnert sich an den jungen Mann (David Kross), den die Stasi einst angeworben hatte, um in die Bohème des Prenzlauer Bergs einzutauchen, sie auszukundschaften und zu zersetzen. Und wie ihm das Leben dort sofort so sehr gefallen hatte: die Freiheit, die Frauen (und nicht nur eine!), dass er schon bald seinen Auftrag vergessen hatte…

Ein Film von Leander Haußmann, mit David Kross Tom Schilling Henry Hübchen Jörg Schüttauf Detlev Buck,  Deutschland, 2021, 115 Min.,

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BETTINA
Neustart ab 2. Juni
von Lutz Pehnert
Bettina Wegner, geboren 1947 in Westberlin, aufgewachsen in Ostberlin, mit 36 Jahren ausgebürgert,
seither „entwurzelt“. Der Werdegang der Liedermacherin gehört zu den spannendsten Lebensläufen des 20.
Jahrhunderts. Es ist der Weg von einem Kind, das Stalin glühend verehrte, über eine hoffnungsfrohe Teenagerin, die mit ihren eigenen Liedern eine Gesellschaft mit bauen möchte, hin zu einer beseelten Künstlerin mit einer unerschütterlichen humanistischen Haltung. So heroisch das klingt, so irre und aberwitzig, mühevoll und traurig, hingebungsvoll und vergeblich ist es in den vielen Dingen des Lebens, die zwischen den Liedern eine Biografie ausmachen. Davon erzählt Bettina Wegner, davon erzählt der Film. Bettina Wegners Leben ist zugleich die Geschichte eines Jahrhunderts; es steckt in ihren Knochen, ihrer Seele, ihren Gedanken – und in ihren Liedern.…
Der Gesang von Bettina Wegner lässt die Sehnsucht aus den Versen körperlich werden. Inmitten dieser Bildsequenzen aus der Gegenwart eröffnet ihr Lied eine tiefe Spannung zur Geschichte des Ortes. Entlang der Böschung verlief ab 1961 der Todesstreifen der Berliner Mauer, der Ost und West gewaltsam trennte. „Hüben“ und „drüben“, wie Wegner es noch heute im Gespräch mit Regisseur Lutz Pehnert nennt. (www.filmdienst.de)
Ein Dokumentarfilm von Lutz Pehnert, Deutschland, 2022, 107 Min.,

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Blutsauger
Neustart ab 26. Mai

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von Julian Radlmaiers
August 1928. Der sowjetische Fabrikarbeiter Ljowuschka wird als Trotzki-Darsteller für den Film
„Oktober“ des Regisseurs Sergei Eisenstein gecastet. Doch seine Träume vom Künstlerleben platzen, als der echte Trotzki bei Stalin in Ungnade fällt und er aus dem Film herausgeschnitten wird. So flieht der romantische Träumer aus der kommunistischen Heimat und will sein Glück in Hollywood versuchen. Noch steckt er allerdings in einem mondänen deutschen Ostseebad fest, wo er als verfolgter Aristokrat verkleidet das Geld für die Überfahrt nach New York zusammenstehlen will. Bei einem seiner Streifzüge lernt er die junge Fabrikbesitzerin Octavia Flambow-Jansen kennen, die die Sommermonate mit ihrem tölpelhaften Diener Jakob am Meer verbringt. Die exzentrische Millionärin interessiert sich für den geheimnisvollen Flüchtling und bietet ihm Unterschlupf in ihrem luxuriösen Herrenhaus.
Schnell fliegt seine Tarnung auf, und noch schneller hat er sich in seine schillernde Gastgeberin verliebt – sehr zum Verdruss des literarisch ambitionierten Jakob, der ebenfalls für die Chefin schwärmt. Eine sommerliche Romanze bahnt sich an – dumm nur, dass in der Gegend Vampire ihr Unwesen treiben. Und noch dümmer, das Octavia selbst ein Blutsauger ist.
Julian Radlmaiers neuer Film nach SELBSTKRITIK EINES BÜRGERLICHEN HUNDES erlebte seine Weltpremiere bei der 71. Berlinale 2021 im Wettbewerb „Encounters“. Schon vorab wurde das Drehbuch mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.
Ein Film von Julian Radlmaier, mit Alexandre Koberidze, Lilith Stangenberg, Alexander Herbst, Corinna Harfouch, Deutschland, 2021, 125 Min.,

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One Of These Days (OmU)

Neustart ab 26. Mai

von Bastian Günther

Eine Stadt, ein Auto, ein Traum: Jedes Jahr veranstaltet ein Autohaus in der texanischen Provinz einen Ausdauerwettbewerb, bei dem es einen brandneuen Pick-Up-Truck zu gewinnen gibt. Wer am längsten die Hand am Wagen behält, darf diesen sein Eigen nennen. Für 20 Menschen heißt es, Tag und Nacht gegen Schlafdefizit, Hitze und hochkochende Emotionen anzukämpfen, während um sie herum ein Volksfest tobt. Auch der junge Familienvater Kyle gibt alles für die Chance auf den großen Preis. Doch was für die einen die Hoffnung auf ein besseres Leben bedeutet, ist für die Zuschauer nur ein unterhaltsames Spektakel – bis das Spiel eine unerwartete Wendung nimmt.

ONE OF THESE DAYS erzählt eindringlich von der zutiefst menschlichen Suche nach dem Glück. Inspiriert von einer wahren Geschichte richtet Regisseur Bastian Günther in soghaften Bildern das Brennglas auf soziale Ungleichheiten und stellt die Frage, wie wir in einer Gesellschaft miteinander umgehen wollen. In der Hauptrolle brilliert Joe Cole (PEAKY BLINDERS) mit intensivem Spiel an der Seite der wunderbaren Carrie Preston (TRUE BLOOD).

Ein Film von Bastian Günther, mit Joe Cole, Carrie Preston, Callie Hernandez,  Deutschland, USA, 2020, 120 Min., OmU, Englisch mit deutschen Untertiteln, FSK 16

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Der Waldmacher (OmU)

Neustart ab 21. Mai

von Volker Schlöndorff

1981 kommt der Australier Tony Rinaudo als junger Agrarwissenschaftler in den Niger, um die wachsende Ausbreitung der Wüsten und das Elend der Bevölkerung zu bekämpfen. Radikale Rodungen haben das Land veröden lassen und einst fruchtbare Böden ausgelaugt. Doch Rinaudos Versuche die Wüste durch das Pflanzen von Bäumen aufzuhalten scheitern und nahezu alle seine Setzlinge gehen wieder ein. Doch dann bemerkt er unter dem vermeintlich toten Boden ein gewaltiges Wurzelnetzwerk – eine Entdeckung, die eine beispiellose Begrünungsaktion zur Folge hat und unzähligen Menschen neue Hoffnung schenkt.

Oscar®-Gewinner Volker Schlöndorff widmet seinen ersten Dokumentarfilm dem Lebenswerk von Tony Rinaudo, der seit Jahrzehnten gemeinsam mit afrikanischen Bauern eine simple Schnitttechnik praktiziert und verbreitet. In beeindruckenden Bildern lässt er die Zuschauer daran teilhaben, wie dank der Passion eines Mannes eine ganze Region wieder aufblüht.

Tony Rinaudo wurde 2018 für sein Engagement mit dem Alternativen Nobelpreis geehrt.

Ein Film von Volker Schlöndorff, mit Tony Rinaudo,  Deutschland, 2021, 87 Min., OmU, Englisch, Deutsch, Hausa mit deutschen Untertiteln,

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Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush 

Neustart ab 19. Mai

von Andreas Dresen

Murat ist weg. Inhaftiert im US-Gefangenenlager Guantanamo. Rabiye Kurnaz, Bremer Hausfrau und liebende Mutter, versteht die Welt nicht mehr. Geht zur Polizei, informiert Behörden und verzweifelt fast an ihrer Ohnmacht. Bis sie Bernhard Docke findet. Der zurückhaltende, besonnene Menschenrechtsanwalt und die temperamentvolle, türkische Mutter – sie kämpfen nun Seite an Seite für die Freilassung von Murat. Papier ist geduldig, Rabiye ist es nicht. Eigentlich möchte sie nur zurück zur Familie in ihr Reihenhaus und wird doch immer wieder in die Weltgeschichte katapultiert. Sie zieht mit Bernhard bis vor den Supreme Court nach Washington, um gegen George W. Bush zu klagen. Bernhard gibt dabei auf sie acht. Und Rabiye bringt ihn zum Lachen. Mit Herz und Seele. Mit letzter Kraft. Und am Ende geschieht, was niemand mehr für möglich hält.

RABIYE KURNAZ GEGEN GEORGE W. BUSH ist die siebte gemeinsame Arbeit von Andreas Dresen (Regie) und Laila Stieler (Drehbuch). Ein Film über Recht und Willkür. Ein Film über Menschen, die über sich hinauswachsen. Mit überwältigender Präsenz und erdigem Alltagswitz gibt Meltem Kaptan als Rabiye Kurnaz ihr deutsches Kinodebüt. Alexander Scheer spielt mit geduldiger Zurückhaltung den Menschenrechtsanwalt Bernhard Docke. In weiteren Rollen agieren Charly Hübner, Nazmi Kirik und Sevda Polat. RABIYE KURNAZ GEGEN GEORGE W. BUSH feierte Weltpremiere im Wettbewerb der 72. Internationalen Filmfestspiele Berlin 2022 und wurde dort mit zwei Silbernen Bären ausgezeichnet (Bestes Drehbuch: Laila Stieler, Beste Hauptrolle: Meltem Kaptan).

Ein Film von Andreas Dresen, mit Meltem Kaptan , Alexander Scheer , Charly Hübner,  Deutschland, Frankreich, 2022, 119 Min., OmU, Deutsch/ Türkisch/ Englisch mit deutschen Untertiteln,

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Das Licht aus dem die Träume sind (OmU)

Neustart ab 19. Mai

von Pan Nalin

Der große Saal, die rauschenden Farben, das Rattern des Filmprojektors – die erste Kinoerfahrung ist eine ganz besondere. Auch die Welt von Samay, der mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in Indien lebt, wird auf den Kopf gestellt, als er von seinem Vater zum ersten Mal in das örtliche Kino mitgenommen wird. Danach ist er sich sicher: Er möchte Filme machen! Ein glücklicher Zufall lässt ihn auf den Filmvorführer Fazal treffen, der von den Kochkünsten von Samays Mutter begeistert ist und ihn im Austausch gegen den Inhalt seiner Lunchbox kostenlos Filme schauen lässt. Kurzerhand beginnt Samay die Schule zu schwänzen und seine Zeit lieber im Projektionsraum des Kinos zu verbringen. Hier taucht er Tag für Tag in fantastische Welten ein. Doch die Idylle droht ein jähes Ende zu finden: Die Ära des Zelluloids neigt sich ihrem Ende zu und dem örtlichen Kino droht die Schließung. Samays Vater ist außerdem nicht begeistert von den Plänen seines Sohnes, Licht einzufangen und Bilder in Bewegung zu setzen. Um seinen Traum zu verwirklichen, muss Samay die Rettung des Kinos selbst in die Hand nehmen – denn seine Geschichte besteht darauf, erzählt zu werden.

Ein Film von Pan Nalin, mit Bhavin Rabari, Rahul Koli, Richa Meena,  Indien, Frankreich, 2021, 112 Min., OmU, Gujarati mit deutschen Untertiteln,

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Stand up my Beauty (OmU)

Neustart ab 19. Mai

von Heidi Specogna

 

Nardos, eine Azmari-Sängerin aus Addis Abeba, hat den Traum, in ihrer Musik aus dem Leben einfacher Leute zu erzählen. Auf ihrer Suche nach Geschichten für ihre Lieder lernt sie Gennet kennen, eine Dichterin, die mit ihren Kindern auf der Strasse lebt. Während Nardos die Lebenswelten der äthiopischen Frauen, ihre Visionen und Kraft ins Zentrum ihrer Kreation rückt, tauchen wir immer tiefer in ein sich rasant änderndes Land ein.

“ Dass das neuste Werk der in Biel geborenen Regisseurin einen dezidiert politischen Grundton hat, erstaunt nicht. Die frühere Journalistin hat sich mit Guerillabewegungen in Lateinamerika befasst («Tania la Guerrillera», «Tupamaros») oder mit der Geschichte eines US-Soldaten, der im Irakkrieg fiel («Das kurze Leben des Jose Antonio Gutierrez»). Seit gut zehn Jahren dreht Specogna vornehmlich in Afrika; zuletzt hat sie in «Cahier africain» (2016) Überlebende von Vergewaltigungen und Massakern im zentralafrikanischen Bürgerkrieg porträtiert. «Stand Up My Beauty» ist, verglichen mit «Cahier africain», ber von anderer Tonalität – zentral ist die lebensbejahende Art der Protagonistin, trotz der schwierigen Umstände. Bewusst geplant war dieser Fokuswechsel nicht. Specogna hatte ursprünglich ein Projekt über die Geschichte des äthiopischen Jazz im Sinn gehabt: «Ich wollte zusammen mit einem Musikjournalisten der Frage nachgehen, warum der Jazz hier so anders klingt als im übrigen Afrika.”

(Von einer, die ihre Stimme erhebt. Die BERNER ZEITUNG über Heidi Specogna und STAND UP MY BEAUTY.)

 

Ein Dokumentarfilm von Heidi Specogna, mit NARDOS Wude Tesfaw und Gennet Hiale, Baharde Gelaye, Banchiamlak Mulalem, Ethiocolor, Schweiz/ Deutschland, 2021,110  Min., Original, Amharisch mit deutschen Untertiteln

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Sun Children (OmU)

Originaltitel: KHORSHID

Neustart ab 12. Mai

von Majid Majidi 

Um schnell an Geld zu kommen und ihre Familien zu unterstützen, arbeiten der 12-jährige Ali und seine Clique aus anderen Straßenkindern hart, machen kleine Jobs in einer Werkstatt und begehen sogar Straftaten. Durch mehrere, fast wundersame Entwicklungen erfährt Ali von einem geheimnisvollen, verborgenen Schatz. Der befindet sich nur leider unter der „Sun School“, einer gemeinnützigen Schule. Also melden sich die Jungen kurzerhand an, um auf dem Gelände graben zu können.

Das neue, mit dem Prädikat besonders wertvoll versehene Meisterwerk des preisgekrönten Regisseurs Majid Majidi (KINDER DES HIMMELS, DIE FARBEN DES PARADIESES): SUN CHILDREN ist die visuell umwerfende und emotional mitreißende Geschichte von vier Straßenjungs, die versuchen, sich ihren Weg aus der Armut zu erkämpfen. Der iranische Film feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig, wo er mit dem Lanterna Magica Award und Rouhollah Zamani mit dem Marcello Mastroianni Award für den besten jungen Schauspieler ausgezeichnet wurde, und er war auf der Shortlist zum Oscar für den besten internationalen Film. Seine Deutschlandpremiere erlebte SUN CHILDREN beim Filmfest München 2021, beim Internationalen Filmfestival für Kinder und junges Publikum SCHLiNGEL erhielt er mit dem Preis der Stadt Chemnitz einen der Hauptpreise.

Ein Film von Majid Majidi, mit Rouhollah Zamani, Ali Nasirian, Javad Ezzati, Tannaz Tabatabaie,  Iran, 2020, 99 Min., OmU, Farsi mit deutschen Untertiteln,

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Everything Everywhere All at Once (OmU)

Neustart ab 12. Mai

von Daniel Kwan and Daniel Scheinert

Waschsalonbesitzerin Evelyn Wang (Michelle Yeoh) geht im Chaos ihres Alltags unter: Der bevorstehende Besuch ihres Vaters (James Hong) überfordert sie, die Wünsche der Kunden bringen sie an ihre Grenzen und die anstehende Steuererklärung wächst ihr komplett über den Kopf. Der Gang zum Finanzamt ist unausweichlich, doch während sie mit ihrer Familie bei der Steuerprüferin (Jamie Lee Curtis) vorspricht, wird ihr Universum komplett durcheinandergewirbelt. Raum und Zeit lösen sich auf, und die Menschen um sie herum haben, ebenso wie sie selbst, plötzlich weitere Leben in
Parallelwelten. Sie entdeckt, dass das Multiversum real ist und sie auf die Fähigkeiten und das Leben anderer Versionen ihrer selbst zugreifen kann. Das ist auch bitter nötig, denn sie wird mit einer großen, wenn nicht der größtmöglichen Mission betraut: Der Rettung der Welt vor dem unbekannten Bösen.

Ein Film von Daniel Kwan and Daniel Scheinert, mit Michelle Yeoh, Jamie Lee Curtis, Ke Huy Quan, Jenny Slate, James Hong, Vereinigte Staaten, 2021, 139 Min., OmU, Englisch mit deutschen Untertiteln,

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Memoria (OmU)

Neustart ab 5. Mai

von Apichatpong Weerasethakul

Seit Jessica (Tilda Swinton) bei Tagesanbruch von einem lauten Knall aufgeschreckt wurde, leidet sie unter Schlafstörungen. Immer wieder hört sie dieses bedrohliche Geräusch, das außer ihr sonst niemand wahrzunehmen scheint. Sie reist ins kolumbianischeBogotá, um ihre kranke Schwester Karen zu besuchen. Dort versucht sie auch mit einem Sounddesigner dem mysteriösen Geräusch auf die Spur zu kommen und in Streifzügen durch die Stadt und Umgebung Klarheit zu finden. Sie freundet sich mit der Archäologin Agnès an. Diese untersucht menschliche Überreste, die beim Bau eines Tunnels entdeckt wurden. Jessica besucht Agnès an der Ausgrabungsstätte. Eine noch tief verborgene Ahnung, woher das Geräusch rühren könnte, wächst in Jessica heran. In einer kleinen Stadt in der Nähe der Ausgrabungsstätte macht sie schließlich die Bekanntschaft des Fischers Hernán. Beide verbringen zusammen Zeit am Fluss, tauschen Erfahrungen aus und teilen Erinnerungen miteinander. Gegen Abend empfindet Jessica schließlich ein ungewöhnliches Gefühl der Klarheit.

Ein Film von Apichatpong Weerasethakul, mit Tilda Swinton, Agnes Brekke, Daniel Giménez, Jerónimo Barón, Kolumbien, Thailand, Großbritannien, Mexiko, Frankreich, Deutschland, Katar, 2021, 136 Min., OmU, Englisch/ Spanisch mit deutschen Untertiteln,

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Die Odyssee (OmU)

Neustart ab 5. Mai

von Florence Miailhe

Die Geschwister Kyona und Adriel leben in einem kleinen Dorf, umgeben von friedlichen Wäldern. Doch die Idylle trügt: Eines Nachts wird der Ort überfallen und die Familie ist gezwungen, vor der eskalierenden Gewalt zu fliehen. Als Kyona und Adriel bei einer Zugkontrolle von ihren Eltern getrennt werden, müssen sie ihren weiteren Weg alleine gehen. So beginnt eine heldenhafte Reise, die Kyona und Adriel über einen Kontinent voller Gefahren führt. Die beiden schließen neue Freundschaften, aber immer wieder holen sie der Krieg und ihre eigene Geschichte ein. Auf ihrer Suche nach etwas Sicherheit, lassen sie ihre Kindheit hinter sich – und werden allmählich erwachsen. Werden sie ihre Familie wiedersehen und in der Fremde ein neues Zuhause finden können?

In beeindruckenden Bildern – handgemalt in Öl auf Glas – erzählt DIE ODYSSEE eine berührende Geschichte von zwei Geschwistern auf der Such nach einem neuen Zuhause. Inspiriert von der Flucht ihrer Urgroßeltern aus Odessa schuf die Künstlerin Florence Miailhe einen Film, der Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen faszinieren wird.

Originaltitel: La Traversée

Ein Film von Florence Miailhe, mit Valeria Bruni Tedeschi, Marina Foïs, Pio Marmaï, Frankreich/Deutschland/Tschechische Republik 2021), 84 Min., OmU, Französisch mit deutschen Untertiteln,

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In den besten Händen (OmU)

Neustart ab 28. April

von Catherine Corsini

Comiczeichnerin Raphaela (Valeria Bruni-Tedeschi) und Verlegerin Julie (Marina Foïs) sind seit zehn Jahren ein Paar, doch nun scheint ihre Beziehung am Ende zu sein. Bei einem ihrer aufreibenden Streits stürzt Raphaela, bricht sich den Arm und die beiden landen unversehens in einer Pariser Notaufnahme. Draußen toben heftige Proteste, das Krankenhaus füllt sich mit verletzten Demonstrierenden, das Personal ist am Ende mit den Nerven und die Lage droht zu eskalieren. Als der wütende LKW-Fahrer Yann (Pio Marmaï) zu Raphaela ins Zimmer verlegt wird, knallen Vorurteile und Klassen-Ressentiments aufeinander. Doch im Laufe der ereignisreichen Nacht werden sich auch viele Gemeinsamkeiten finden.

Nach ihren großen Erfolgen LA BELLE SAISON – EINE SOMMERLIEBE und AN IMPOSSIBLE LOVE greift Catherine Corsini mit IN DEN BESTEN HÄNDEN brandaktuelle Themen wie den Pflegenotstand und die Spaltung der Gesellschaft auf. Dabei ist ihr Film, der auf den letzten Filmfestspielen von Cannes seine umjubelte Weltpremiere feierte, so bitter wie komisch, so energiegeladen wie berührend. Mit Valeria Bruni-Tedeschi (DIE SÜSSE GIER) und Marina Foïs (AFFÄREN A LA CARTE) als brillante Hauptdarstellerinnen, liefert IN DEN BESTEN HÄNDEN eine emotionale Achterbahnfahrt, die uns atemlos zurücklässt.

Originaltitel: La Fracture

Ein Film von Catherine Corsinir, mit SValeria Bruni Tedeschi, Marina Foïs, Pio Marmaï, Frankreich, 2021, 98 Min., OmU, Französisch mit deutschen Untertiteln,

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Red Rocket (OmU)
Neustart ab 28. April
von Sean Baker
Mit RED ROCKET erkundet Autor und Indie-Regisseur
Sean Baker (The Florida Project, Tangerine L.A.) die
Welt der Zuhälter, Drogendealer und
Erwachsenenfilmindustrie. Das Ergebnis ist schräge
Komödie, Sexfilm und Milieustudie in einem. Bakers
Film, der bei den Filmfestspielen von Cannes 2021
uraufgeführt wurde, hat weitere zahlreiche
Festivalauftritte absolviert und bereits viel Lob sowie
zahlreiche Nominierungen erhalten.Im Mittelpunkt der
schrägen Komödie steht Mikey Saber (Simon Rex), ein
abgehalfterter Pornostar, der nach fehlenden
Jobanageboten und Geldnot in seine kleine texanische
Heimatstadt zurückkehrt. Seine Noch-Ehefrau Lexi
(Suzanne Son) ist wenig begeistert und nimmt ihn nur widerwillig bei sich auf. Um Geld zu verdienen, beginnt Mikey Gras zu verkaufen. Er lernt die 17-jährige Strawberry (Bree Elrod) kennen, Angestellte eines Donut-Ladens und wittert seine große Chance. Er verführt sie und will das Mädchen als Eintrittskarte zurück in die Pornoindustrie nutzen. Mit Filmen wie Tangerine L.A., der mit einem iPhone gedrehten Geschichte einer Transgender-Sexarbeiterin, und The Florida Project, einem Film über eine arbeitslose, alleinerziehende Mutter und ihre kleine Tochter, die in einem heruntergekommenen Motel im Schatten von Walt Disney World leben, hat Baker das Leben am Rande der Gesellschaft in Szene gesetzt. Sein neuestes Werk RED ROCKET steht dem in nichts nach und zeigt ein düsteres, witziges und erbarmungslos ehrliches Porträt der weißen Unterschicht in den USA.
Ein Film von Sean Baker, mit Simon Rex, Bree Elrod, Suzanna Son, Brenda Deiss,
USA, 2021, 130 Min., OmU, Englisch mit deutschen Untertiteln,

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Das Ereignis (OmU)

Originaltitel: L’Événement

Neustart ab 21. April

von Audrey Diwan

Frankreich, 1963. Anne ist eine begabte Literaturstudentin, die eine vielversprechende Zukunft vor sich hat. Als sie schwanger wird, sieht sie ihre Chancen schwinden, ihr Studium zu beenden und sich aus den Zwängen ihrer sozialen Herkunft befreien zu können. Die Wochen verstreichen, die Abschlussklausuren stehen an. Anne entscheidet, ganz auf sich allein gestellt, zu handeln, auch wenn sie dabei riskiert, ins Gefängnis zu kommen. DAS EREIGNIS von Regisseurin Audrey Diwan lief 2021 im Wettbewerb der 78. Internationalen Filmfestspiele von Venedig und wurde mit dem Hauptpreis als „Bester Film“ mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Ein cineastisches Plädoyer für Aufklärung und weibliche Selbstbestimmung!

Ein Film von Audrey Diwan, mit Anamaria VartolomeiKacey Mottet KleinLuàna BajramiLouise Orry-Diquéro, Frankreich, 2021, 100 Min., OmU, Französisch mit deutschen Untertiteln,

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COME ON COME ON (OmU)

Neustart ab 21. April

von Mike Mills

Der New Yorker Radiojournalist Johnny (Joaquin Phoenix), der nach einer langen Beziehung wieder Single ist, arbeitet an einer Reportage, für die er Jugendliche in den gesamten USA zu ihrer Zukunft befragt. Doch nach einem Anruf seiner Schwester Viv (Gaby Hoffmann) muss er sich unerwartet um ihren Sohn kümmern, den neunjährigen Jesse (Woody Norman). Es ist das erste Mal, dass Johnny wirklich mit dem Thema Elternschaft in Berührung kommt und die Verantwortung für ein Kind übernehmen muss. Und für den ebenso aufgeweckten wie sensiblen Woody ist es das erste Mal, dass er längere Zeit von seiner Mutter getrennt ist.

Gemeinsam begeben sie sich auf einem Roadtrip quer durch die USA, auf dem Johnny versucht, sein Radioprojekt fertigzustellen, und mit jungen Menschen über Träume, Ängste und Hoffnungen spricht. Zwischen den beiden entsteht nach und nach eine tiefe, emotionale Verbindung, und die Reise mit all ihren Höhen und Tiefen verändert Onkel und Neffe für immer.

Ein Film von Mike Mills, mit Joaquin Phoenix, Gaby Hoffmann, Woody Norman, USA, 2021, 108 Min., OmU, Englisch mit deutschen Untertiteln,

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Was sehen wir, wenn wir zum

Himmel schauen? (OmU)

Neustart ab 14. April

von Alexandre Koberidze

Es ist Liebe auf den ersten Blick, als sich Lisa und Giorgi in der georgischen Stadt Kutaissi für einen kurzen Moment begegnen. Die Liebe erwischt sie so plötzlich, dass sie sogar vergessen, sich gegenseitig ihre Namen zu verraten. Bevor sie beide wieder ihrer Wege gehen, vereinbaren sie, sich am nächsten Tag zu treffen. Doch die beiden ahnen nicht, dass sie einem Fluch zum Opfer fallen. Gelingt es ihnen, sich wiederzusehen? Und falls es ihnen gelingt, werden sie sich wiedererkennen? Das Leben in der Stadt geht währenddessen weiter, die Straßenhunde streunen herum, die Fußballwelt- meisterschaft beginnt und eine Filmcrew, die sich der Aufgabe verschrieben hat, die wahre Liebe zu finden, könnte Lisas und Giorgis Rettung sein …

Ein Film von Alexandre Koberidze, mit Giorgi Bochorishvili, Vakhtang Panchulidze, Ani Karseladz, Deutschland/Georgien 2021, 150 Min., OmU, Georgisch mit deutschen Untertiteln,

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Wo in Paris die Sonne aufgeht (OmU)

Neustart ab 14. April

von Jacques Audiard

Paris, die ewige Stadt der Liebe. Hier leben sie dicht gedrängt, zwischen Sehnsüchten, Abenteuern, Dramen: Émilie schlägt sich nach ihrem Elite-Studium mit billigen Gelegenheitsjobs herum, hat schnellen Sex und träumt von einer Beziehung; Camille hat als junger Lehrer beruflich noch Illusionen, dafür keine in der Liebe, außer unkomplizierten Sex; Nora ist in die Stadt gekommen, um ihrer Vergangenheit zu entfliehen und mit Anfang Dreißig ihr Jura-Studium wieder aufzunehmen und Louise bietet als Amber Sweet im Internet erotische Dienste gegen Bezahlung an. – Drei Frauen, ein Mann. Ihre Lebenswege kreuzen sich im 13. Arrondissement in Paris. Der attraktive Camille zieht bei Émilie als Mitbewohner ein, wird ohne Umschweife ihr Liebhaber und zieht ebenso schnell wieder aus. Liebe ist angeblich nicht sein Stil – bis er die kühle Nora trifft. Noras Hoffnungen auf einen akademischen Neuanfang in Paris haben sich unterdessen zerschlagen: Nach einer wilden Disconacht wollen Kommilitonen in ihr den Pornostar Amber Sweet wiedererkennen. Noras Zukunftsträume wanken. Sie muss die süße Amber nun unbedingt persönlich kennenlernen. Jacques Audiard zementiert mit seinem neuen Film WO IN PARIS DIE SONNE AUFGEHT seinen Ruf als Meister des amoralischen Erzählens vom menschlichen Ringen um Liebe, Selbstbehauptung und Freiheit. Selten wurde im Kino mit solch anarchischer Schönheit gesucht, gerungen und geliebt. Mit seinem modernen Liebesreigen in Zeiten von Dating Apps und Sex im Internet erschafft Audiard einmal mehr unvergleichliche Filmkunst. Rohe Poesie des Lichts in Zeiten der Dunkelheit.

Ein Film von Jacques Audiard, mit Noémie Merlant, Makita Samba, Lucie Zhang, Frankreich, 2021, 106 Min., OmU, Französisch mit deutschen Untertiteln, FSK 16

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Tove (OmU)

Neustart ab 7. April

von Zaida Bergroth

Als die junge Künstlerin Tove Jansson 1945 in Helsinki die Mumins erfindet, steckt sie gerade mitten in einer Sinnkrise: Sie führt eine offene Beziehung mit dem linken Politiker Atos und ist wild verliebt in die aufregende Theaterregisseurin Vivica. Toves Vater, ein renommierter Bildhauer, blickt verächtlich auf ihre Arbeit. Und auch sie selbst würde lieber mit moderner Kunst reüssieren. Doch ausgerechnet ihre nebenbei gezeichneten Geschichten von den Trollwesen mit den Knollnasen werden von einer Zeitung in Serie gedruckt – und machen Tove in kurzer Zeit reich und berühmt. Doch ist das schon die Freiheit, nach der sie sich immer gesehnt hat?

In „Tove“ erzählt Regisseurin Zaida Bergroth vom aufregenden Leben der wohl bekanntesten Autorin und Zeichnerin Finnlands, deren bahnbrechendes Werk bereits Generationen von Kindern und Erwachsenen verzaubert hat. Berühmt geworden ist Tove Jansson (1914-2001) mit den „Mumin“-Büchern und -Comics, die weltweit in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden. Doch sie schrieb auch Romane für Erwachsene, war politische Illustratorin und Karikaturistin, malte und schuf Skulpturen. Eine komplexe Künstlerin und kreative Pionierin, die ein aufregendes Boheme-Leben zwischen Helsinki, Stockholm und Paris führte, überzeugte Pazifistin war und ganz selbstverständlich mit den Geschlechterrollen ihrer Zeit brach.

Ein Film von Zaida Bergroth, Finnland/ Schweden, 2020, 104 Min., OmU, Schwedisch mit deutschen Untertiteln

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Bis wir tot sind oder frei

Neustart ab 7. April

von Oliver Rihs

„Wir werden alles ändern. Alles.“ Die kämpferische Anwältin Barbara Hug (Marie Leuenberger) will das Schweizer Justizsystem der frühen 1980er Jahre von Grund auf umkrempeln. Sie vertritt rebellische Linksautonome wie das Punkmädchen Heike (Jella Haase) und nutzt das Gericht als Bühne, um auf die Missstände eines rückständigen Strafrechts aufmerksam zu machen. Eines Tages sucht der Industriellen-Sohn und Berufskriminelle Walter Stürm (Joel Basman), gerade mal wieder aus dem Gefängnis geflohen, ihren Rat. Der charismatische Stürm widerspricht allen Regeln, lebt bedingungslosen Egoismus und gerät dabei immer wieder mit dem System aneinander. Nicht nur Heike verfällt seinem schelmischen Charme, auch Barbara fühlt sich zu ihrem Mandanten hingezogen. Als der „Ausbrecherkönig“ erneut im Knast landet, kommt er in Isolationshaft. Und ausgerechnet Stürm wird in linken Kreisen und in der Jugendbewegung zum Symbol für Freiheit und die Würde des Einzelnen – und damit zum Idol einer ganzen Generation. Ein Film von Oliver Rihs, mit Joel Basman, Marie Leuenberger, Jella Haase, Schweiz, Deutschland, 2020, 118 Min., FSK 16

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Parallele Mütter (OmU)

Neustart ab 31. März

von Pedro Almodóvar

Zwei Frauen, zwei Schwangerschaften, zwei Leben. Janis (Penélope Cruz) und Ana (Milena Smit) erwarten beide ihr erstes Kind und lernen sich zufällig im Krankenhaus kurz vor der Geburt kennen. Beide sind Single und wurden ungewollt schwanger. Janis, mittleren Alters, bereut nichts und ist in den Stunden vor der Geburt überglücklich. Ana, das genaue Gegenteil, ist ein Teenager, verängstigt und traumatisiert, die auch in ihrer Mutter Teresa (Aitana Sánchez Gijón) kaum Unterstützung findet. Janis aber versucht Ana aufzumuntern. Die wenigen Worte, die sie in diesen Stunden im Krankenhausflur austauschen, schaffen ein enges Band zwischen den beiden. Doch ein Zufall wirft alles durcheinander und verändert ihr Leben auf dramatische Weise.

Der international gefeierte Regisseur Pedro Almodóvar erzählt in seinem neuen Film PARALLELE MÜTTER (OT: „Madres Paralelas“) von Identität und mütterlicher Leidenschaft anhand von drei sehr unterschiedlichen Müttern: Janis, Ana und Anas Mutter Teresa. In dem spannungsgeladenen Drama begibt sich Pedro Almodóvar auf Spurensuche – innerhalb der Familiengeschichte sowie der ganz persönlichen Wahrheit.

Ein Film von Pedro Almodovar, mit Penélope Cruz, Milena Smit, Rossy de Palma, Israel Elejalde , Spanien, Frankreich, 2021, 120 Min., OmU, Spanisch mit deutschen Untertiteln

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A Hero — Der verlorene Sohn des Herrn Soltani (OmU)

Neustart ab 31. März

von Asghar Farhadi

Als Rahims Freundin eine Handtasche voller wertvoller Münzen findet, ist er sich sicher: Es ist ein Wunder! Mit Hilfe der Münzen hofft er, einen Teil seiner Schulden abzubezahlen und seine Haftstrafe zu verkürzen – so könnte er seine Freundin endlich heiraten und mehr Zeit mit seinem Sohn verbringen. Doch es kommt alles anders: Rahim wird von seinem Gewissen eingeholt und entscheidet sich, die Handtasche doch zurückzugeben. Während eines zweitägigen Ausgangs kann er die Besitzerin ausfindig machen. Als die Gefängnisdirektion von seiner guten Tat erfährt, stürzen sich sogleich Journalisten und Fotografen auf ihn – an diesem Mann sollte sich die Gesellschaft ein Beispiel nehmen! Schon nach kurzer Zeit beginnen die ersten jedoch, an der Geschichte des frisch gekürten Helden zu zweifeln. Die Besitzerin der Handtasche ist unauffindbar und sein Gläubiger lässt sowieso kein gutes Haar an ihm. Rahim sieht sich in einer zunehmend komplizierteren Situation gefangen, in der ihn jeder noch so kleine Fehltritt die zum Greifen nahe Freiheit kosten kann.

Ein Film von Asghar Farhadi, mit Amir Jadidi, Mohsen Tanabandeh, Fereshteh Sadre Orafaee, Iran, Frankreich, 2021, 128 Min., OmU, Farsi mit deutschen Untertiteln

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Aheds Knie (OmU)

Neustart ab 24. März

von Nadav Lapid

Der israelische Filmemacher X. reist in ein abgelegenes Dorf inmitten der Wüste von Arava, um in der dortigen Bibliothek seinen letzten Film vorzustellen. Seine Gedanken sind längst bei einem neuen Projekt, einem Film über die palästinensische Aktivistin Ahed Tamimi, die einige Jahre zuvor vor laufenden Kameras einen Soldaten geohrfeigt hatte. Bei seiner Ankunft in dem Wüstenort wird X. von Yahalom, der jungen stellvertretenden Leiterin der israelischen Bibliotheken, herzlichst empfangen. Vor der Veranstaltung wäre aber noch eine kleine Formalie zu erledigen: X. soll ein neues Formular unterzeichnen, mit dem er bestätigt, über bestimmte Themen nicht zu sprechen. Anstatt zu unterschreiben, beginnt X. Einen leidenschaftlichen Kampf für die Meinungsfreiheit in seinem Land. Während seine Auseinandersetzung mit Yahalom immer verbissener wird und sich ein Showdown inmitten der Wüste anbahnt, versucht X. zugleich Kontakt zu seiner Mutter aufzunehmen, die gegen eine tödliche Krebserkrankung ankämpft… Nadav Lapids erster Film nach SYNONYMES (Goldener Bär der Berlinale 2019) feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der Filmfest– spiele Cannes und wurde dort mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.

Ein Film von Nadav Lapid, mit Avshalom PollakNur FibakYoram HonigLidor Ederi, Kanada, 2021, 90 Min., OmU, Original, hebräisch mit deutschen Untertiteln

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Belfast (OmU)

Neustart ab 24. März

von Kenneth Branagh

Sommer 1969 in der nordirischen Hauptstadt. Der neunjährige Buddy, Sohn einer typischen Familie aus der Arbeiterklasse, liebt Kinobesuche, Matchbox-Autos und seine hingebungsvollen Großeltern, außerdem schwärmt er für eine seiner Mitschülerinnen. Doch als die gesellschaftspolitischen Spannungen in Belfast eskalieren und es sogar in der sonst so harmonischen Nachbarschaft zu Gewaltausbrüchen kommt, findet seine idyllische Kindheit ein jähes Ende. Und während sein in England arbeitender Vater und seine besorgte Mutter die Zukunft der Familie zu sichern versuchen, bleibt Buddy nichts anderes übrig, als langsam erwachsen zu werden – und trotzdem die Lebensfreude, das Lachen und seine von Film und Fernsehen beflügelte Fantasie nicht zu verlieren.

Die tiefen, liebevollen und bewegenden Einblicke, die Kenneth Branagh in BELFAST in den Alltag seiner Heimatstadt und deren Bewohner*innen gibt, basieren auf den ganz persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen des Regisseurs. Vor der Kamera seines neuen, selbst geschriebenen Films versammelt er ein hochkarätiges Ensemble.

Ein Film von Kenneth Branagh, mit Caitríona Balfe, Judi Dench, Jamie Dornan, Jude Hill, GB, 2021, 99 Min., Original, Englisch mit deutschen Untertiteln

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Drei Etagen (OmU)

Neustart ab 17. März

von Nanni Moretti

Auf drei Etagen leben drei Familien in einem Mehrfamilienhaus in einem wohlhabenden Stadteil Roms: Richter Vittorio und Dora wohnen zusammen mit ihrem erwachsenen Sohn Andrea. Als Andrea betrunken einen tödlichen Autounfall verursacht, hofft er auf die Unterstützung seines Vaters. Doch stattdessen brechen die langjährigen Spannungen zwischen Vater und Sohn auf.
Familienvater Lucio ist besessen von der Angst, sein alter Nachbar könnte seiner kleinen Tochter zu Nahe gekommen sein. Auf der Suche nach der Wahrheit begeht er einen verhängnisvollen Fehler, der die ganze Familie erschüttert.
Die junge Mutter Monica ist oft mit ihrem Baby allein und lebt in einer Welt zwischen Realität und Fantasie. Ihr Mann ist häufig auf Geschäftsreisen, da taucht ihr Schwager Roberto auf, das schwarze Schaf der Familie. Er braucht ihre Hilfe. Monica fühlt sich zu seiner ruhigen, aufmerksamen Art hingezogen.
All diese Menschen leben mit ihren Geschichten, ihren Fehlentscheidungen und Schicksalen unter einem Dach. Während die Männer in ihrem Eigensinn wie gefangen erscheinen, versuchen die Frauen, die familiären Brüche zu kitten und ihren eigenen Weg zu gehen.

Ein Film von Nanni Moretti, mit Nanni Moretti, Margherita Buy, Riccardo Scamarcio, Alba Rohrwacher, Italien, Frankreich, 2021, 104 Min., OmU, Original, Italienisch mit deutschen Untertiteln

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Jump, Darling (OmU)

Neustart ab 17. März

von Phil Connell

Eintritt: 9,00 € (ermäßigt 7,00 € )

Der hübsche Russell sehnt sich nach einem Neustart, weil sein Freund ihn partout nicht bei seiner neuen Leidenschaft – dem Drag – unterstützt. Völlig mittellos flüchtet er zu seiner Großmutter Margarete (OSCAR® Gewinnerin Cloris Leachman in ihrer letzten Hauptrolle) aufs Land. Dort merkt er schnell, dass er nicht der Einzige ist, der gerade ein Drama durchlebt: Seine Oma kann immer weniger selbst für sich sorgen, weigert sich aber strikt, in ein Altenheim zu gehen.

Erst, als Russel der verschlafenen Gay-Bar des Ortes neues Leben einhaucht und den Jungs dort als Dragqueen Fishy Falters mit heißen Auftritten den Kopf verdreht, wendet sich das Blatt und er gewinnt neuen Mut. Die Avancen des nicht ganz so heterosexuellen, eigentlich liierten Barkeepers Zach tun hier ihr Übriges.

Ist Russel jetzt bereit, sowohl seine Träume zu leben, als auch für die geliebte Oma zu sorgen? Große Entscheidungen werfen ihre Schatten voraus, und dann dürfen auch die drei prominentesten kanadische Dragqueens noch kräftig mitfunkeln…

Ein Film von Phil Connell, mit Thomas Duplessie, Cloris Leachman, Linda Kash, Jayne Eastwood, Andrew Bushell, Kanada, 2021, 90 Min., OmU, Original, Englisch mit deutschen Untertiteln

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Der Mann der seine Haut verkaufte OmU

Neustart ab 10. März

von Kaouther Ben Hania

Ihrer Sam Ali, ein junger und sensibler Syrer, ist bis über beide Ohren verliebt in seine Freundin Abeer. Als er wegen einer Nichtigkeit ins Visier der politischen Polizei gerät, flieht er kurzerhand in den Libanon. Sam begegnet den regelmäßig scheiternden Versuchen, in Beirut einen Fuß an den Boden zu bekommen, mit trotziger Lebensenergie. Als sich Abeer allerdings entscheidet, einen Diplomaten zu heiraten und nach Belgien zu ziehen, scheint auch Sam zu kapitulieren. Wie soll ausgerechnet er seiner großen Liebe nach Europa folgen können? Seine Situation scheint aussichtslos bis er sich, des kostenlosen Buffets wegen, in die Ausstellungseröffnung einer Beiruter Galerie schleicht. Dort wird der international bekannte Künstler Jeffrey Godefroi auf ihn aufmerksam und macht Sam ein Angebot, dass ihn zu seiner geliebten Abeer bringen und er nicht ausschlagen kann. Sams Rücken soll Jeffrey als Leinwand dienen, auf den dieser eine große Abbildung des Schengen-Visums tätowieren will. Sam stimmt zu und wird so zu einem hochpreisigen Kunstwerk in den Ausstellungen des Starkünstlers, Reisefreiheit in ganz Europa inklusive.

Ein Film von Kaouther Ben Hania, mit Maryam Moghaddam, Alireza Sanifar, Pourya Rahimisam, Avin Purraoufi und Farid GhobadiYahya Mahayni, Dea Liane, Koen De Bouw, Monica Bellucci, Tunesien, Frankreich, Belgien, Deutschland, Schweden 2020, 104 Min., OmU, Original mit deutschen Untertiteln

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Licorice Pizza OmU

Neustart ab 3. März

von Paul Thomas Anderson

Vier Jahre nach seinem Oscar®-prämierten Meisterwerk DER SEIDENE FADEN kehrt Ausnahmeregisseur Paul Thomas Anderson (THE MASTER, MAGNOLIA) endlich auf die große Leinwand zurück. Mit der turbulenten, ungewöhnlichen Coming-of-Age-Romanze LICORICE PIZZA widmet er sich diesmal dem Erwachsenwerden und der großen Liebe.

Im kalifornischen San Fernando Valley des Jahres 1973 entwickelt sich zwischen Mittzwanzigerin Alana Kane und Teenager Gary Valentine eine ungewöhnliche Freundschaft. Doch inmitten des alltäglichen Trubels aus Gelegenheitsjobs und Schauspielkarriere, Freunden und Politik, Vinyl und Super 8 entstehen mit der Zeit auch intensivere Gefühle …

In Licorize Pizza erzählt Paul Thomas Anderson nicht nur von einer außergewöhnlichen Liebe und der so aufwühlenden wie verwirrenden Zeit des Erwachsenwerdens, sondern nimmt das Publikum auch mit auf eine stimmungsvolle Reise zurück in die Siebziger- und in ein Leben zwischen Schlaghosen und Ölpreiskrise, New Hollywood und Motown.

Ein Film von Paul Thomas Anderson mit Alana Haim, Cooper Hoffman, Bradley Cooper, USA 2021, 134 Min., OmU, Englisch mit deutschen Untertiteln

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Nightmare Alley (OmU)
Neustart ab 24. Februar
Ein Film von Guillermo del Toro

Remake eines Film-noir-Thrillers um einen Hochstapler, der Anfang der 1940er-Jahre mit Hilfe einer Psychiaterin deren wohlhabende Patienten ausnimmt.

Ende der 1930er-Jahre heuert ein junger, charismatischer Mann auf einem Jahrmarkt in der US-Provinz an und lernt die Tricks des Gedankenlesens. Zwei Jahre später steigt er als Wahrsager zum Star eines Nachtclubs auf, wo ihn die Bekanntschaft mit einer Psychiaterin auf die Idee bringt, deren wohlhabenden Patienten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das detailfreudig ausgestattete, überzeugend gespielte Remake eines Film-noir-Klassikers handelt mit überraschenden Bildern und exzentrischen Figuren von Gier und Karrieresucht, Gewissenlosigkeit und Schuld.

Ein Film von Guillermo del Toro mit Bradley Cooper, Cate Blanchett, Toni Collette, David Strathairn, Willem Dafoe, Rooney Mara, USA 2021, 150 Min., Original, Englisch mit deutschen Untertiteln, FSK 16

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Der Alpinist (OmU)

Neustart ab 24. Februar

Dokumentarfilm von Peter Mortimer und Nick Rosen

Die Besteigungen abgelegener Steilwände, die der 23-Jährige unternimmt, gehören zu den gewagtesten Solo-Touren der Geschichte. Dennoch zieht er kaum Aufmerksamkeit auf sich. Ohne Kameras, ohne Seil und ohne Spielraum für Fehler sind Leclercs Bergbesteigungen der Inbegriff des Solo-Abenteuers.

Regisseur Peter Mortimer (The Dawn Wall) ist von Leclercs Leistungen fasziniert und möchte einen Film über ihn machen. Aber der kanadische Solo-Bergsteiger ist schwer fassbar: Er ist ein öffentlichkeitsscheuer Nomade, besitzt weder ein Telefon noch ein Auto und ist eher abgeneigt, seine pure Vision des Bergsteigens mit einem Filmteam zu teilen. Es fällt Peter Mortimer schwer, mit Leclerc Schritt zu halten und zugleich werden dessen Solo-Touren immer umfangreicher und kühner. Einige Top-Bergsteiger staunen über Leclercs Leistungen, andere hingegen sind besorgt und meinen, er gehe zu große Risiken ein. Dann begibt sich Leclerc auf ein historisches Abenteuer in Patagonien, das die Möglichkeiten des Solo-Bergsteigens neu definiert.

DER ALPINIST ist ein intimer Dokumentarfilm über einen visionären Bergsteiger, der trotz der möglicherweise dramatischen Folgen konsequent seinen eigenen Weg geht.

Ein Dokumentarfilm von Peter Mortimer und Nick Rosen, USA 2021, 92 Min., OmU, Original mit deutschen Untertiteln

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Ballade von der weißen Kuh

Originaltitel: قص یده گا و سف ید (Ghasideyeh gave sefid)

Neustart ab 17. Februar

von Maryam Moghaddam und Behtash Sanaeeha

Eintritt: 9,00 € (ermäßigt 7,00 € )

Ihrer kleinen Tochter erzählt Mina, dass der Papa weit weg wäre. In Wirklichkeit wurde er hingerichtet. Ein Jahr nach seinem Tod erfährt Mina, dass ihr Mann unschuldig war. Zwar entschuldigen sich die Behörden für den Irrtum und bieten eine finanzielle Entschädigung an, doch das ist Mina nicht genug. Sie fordert mehr als nur materielle Wiedergutmachung und will die Verantwortlichen zur Rede stellen. Allein versucht sie den Alltag zu meistern und sich mit der Arbeit in der Milchfabrik über Wasser zu halten. Eines Tages klopft ein Fremder namens Reza an ihre Tür, der sich als Freund ihres Mannes vorstellt und eine offene Schuld begleichen möchte. Mina ist zunächst zögerlich, lässt Reza aber immer mehr in ihr Leben nicht ahnend, welches Geheimnis sie miteinander verbindet.

Ein Film von Maryam Moghaddam und Behtash Sanaeeha, mit Maryam Moghaddam, Alireza Sanifar, Pourya Rahimisam, Avin Purraoufi und Farid Ghobadi, Iran, Frankreich 2020, 105 Min., OmU, Farsi mit deutschen Untertiteln

 

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Mahendra Highway

Neustart ab 11. Februar

Ein Film von André Hörmann

Eintritt: 9,00 € (ermäßigt 7,00 € )

Auf 1024 km führt der weltberühmte Mahendra Highway einmal quer durch Nepal, entlang von Urwäldern und Bergwüsten, durch tropisch heiße Regionen und vorbei an den eisigen Gipfeln des Himalayas. Naturwunder reihen sich an Kulturstätten, Pilgerorte an pulsierende Basare, buddhistische an hinduistische Heiligtümer.

Regisseur André Hörmann nimmt uns mit auf eine faszinierende Entdeckungsreise über die uralte Handelsstraße von Ost nach West. Er führt uns durch ein Land uralter Kulturen und vieler Völker, das den Menschen als Lebensraum viel abverlangt, aber auch als spirituelles Paradies gilt. Ein Abenteuer voller Herausforderungen, Hoffnungen und Träume. Ein packender Road Trip über das Dach der Welt.

Ein Dokumentarfilm von André Hörmann, Deutschland 2021, 85 Min.,

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Niemand ist bei den Kälbern

Ein Film von Sabrina Sarabi

Eintritt: 9,00 € (ermäßigt 7,00 € )

Nach dem gleichnamigen Bestseller von Alina Herbing: Mit unbestechlichem Blick und fast dokumentarischem Duktus räumt das Drama mit dem Mythos vom romantischen Landleben auf. Es ist Hochsommer in der mecklenburgischen Provinz. Fünf Häuser, eine Bushaltestelle, Kühe und ringsum nichts als Felder. Die 24-jährige Christin (Saskia Rosendahl) lebt mit ihrem Freund Jan (Rick Okon) auf dem Milchviehhof seines Vaters. Von der Aufbruchsstimmung der Nachwendejahre ist nichts mehr zu spüren, auch in ihrer Beziehung ist die Liebe verblüht. Unter der flirrenden Hitze des Sommers scheint die Zeit stillzustehen, und Christin will einfach nur weg. Doch als der Windkraftingenieur Klaus (Godehard Giese) aus Hamburg auftaucht, keimt in der jungen Frau die Hoffnung, dass die Welt sich wieder zu drehen beginnt. (Filmfest Hamburg)

Ein Film von Sabrina Sarabi mit Saskia Rosendahl, Rik Okon, Godehard Giese, Enno Trebs, Deutschland 2021, 116 Min.,

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monobloc

Neustart ab 3. Februar

Ein Film von Hauke Wendler

Eintritt: 9,00 € (ermäßigt 7,00 € )

Der Monobloc ist das meistverkaufte Möbelstück aller Zeiten. Weltweit soll es eine Milliarde Exemplare des stapelbaren, in Deutschland oft weißen Plastikstuhls geben. Für die einen bedroht er den guten Geschmack und ist eine enorme Gefahr für die Umwelt, für die anderen ist er der einzig erschwingliche Stuhl überhaupt.

Grimme-Preisträger Hauke Wendler folgt den vielfältigen Spuren des Monoblocs von Europa über Nordamerika und die Slums in Brasilien bis in die Megastädte Indiens und die Savanne Ugandas. Er trifft Menschen, deren Leben vom Plastikstuhl geprägt sind und stellt dabei immer wieder die kühne Frage: Was braucht man eigentlich, um glücklich zu sein? Eine globalisierungskritische Objektgeschichte zwischen Funktionalität und Schönheit, Kapitalismus und Teilhabe, Konsum und Recycling.

Ein Dokumentarfilm von Hauke Wendler, Deutschland 2021, 90 Min.,

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An Impossible Project (OmU)

Neustart ab 27. Januar 2022

Je digitaler die Welt, desto analoger die Träume.

Eintritt: 9,00 € (ermäßigt 7,00 € )

Insta-Stories, Streaming, Fitness-Apps, E-Books und Twitter-Trends. Der Hype um die fast vollständige Digitalisierung unseres Lebens weicht einer zunehmenden Sehnsucht nach dem Echtem und Greifbarem.

Digital Detox und Slow Food sind im Trend; Vinyl und analoge Fotografie, Handgeschriebenes und Selbstgemachtes feiern ein Comeback. In seinem Dokumentarfilm lässt Jens Meurer Menschen zu Wort kommen, die schon die Wendung zum Analogen suchten, als andere sich noch den

Verheißungen der nächsten iPhone-Generation hingaben. Wie der Held des

Films, Florian “Doc“ Kaps, der 2008 sein gesamtes Vermögen riskierte, um mit einer kleinen Gruppe Idealisten die letzte Polaroid-Fabrik der Welt vor dem Aus zu retten – das “Impossible Project“. Ein beherztes Schwimmen gegen den Strom und der Versuch, sich aus dem Griff der Technologien zu lösen.

Ein Dokumentarfilm von Jens Meurer, Deutschland/ Österreich 2020, 99 Min.,

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Annette (OmU)

Ein Film von Leos Carax

Ann (Marion Cotillard) ist eine berühmte Opernsängerin, Henry (Adam Driver) ein polarisierender Stand-Up Comedian. So unterschiedlich die beiden sind, so tief ist ihre Liebe. Als mediengefeiertes Star-Pärchen brausen sie durch die Häuserschluchten von Los Angeles, an blendenden Leuchtreklamen vorbei, und singen „we love each other so much“ in ihrem idyllischen Strandhaus. Doch die Geburt ihres ersten Kindes Annette, eines geheimnisvollen Mädchens mit einem außergewöhnlichen Schicksal, wird ihr Leben auf den Kopf stellen.
Leos Carax hat ein rauschhaftes, furioses Werk geschaffen, das von der Musik der Art-Pop-Pioniere Sparks getrieben wird und durch seine ungewöhnliche Inszenierung subtile Zwischentöne erfährt. Mit Adam Driver (MARRIAGE STORY, HOUSE OF GUCCI) und Marion Cotillard (LA VIE EN ROSE, INCEPTION) herausragend besetzt, eröffnete ANNETTE die Filmfestspiele in Cannes, wo er mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet wurde. Nach DIE LIEBENDEN VON PONT-NEUF und HOLY MOTORS präsentiert uns der virtuose Leos Carax sein neuestes Meisterwerk – ein knalliges und intensives Drama voller mitreißender Musik, mit Momenten eindringlicher Schönheit und trockenem, absurdem Humor.…

Ein Film von Leos Carax mit Adam Driver, Marion Cotillard, Simon Helberg, Devyn Mcdowell, Kanji Furutachi, 2021, 140 Min., OmU Englisch mit deutschen Untertiteln

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Respect

Ein Film von lberto Monteras II

Schon in frühen Jahren begeisterte Aretha Franklin (Skye Dakota Turner) mit ihrer Stimme und zog die Aufmerksamkeit auf sich. Im Kirchenchor ihres Vaters C.L. Franklin (Forest Whitaker) singt das begabte Mädchen mit Engagement und Seele und bringt die Herzen der Menschen zum Schmelzen. Ihre Musikkarriere, die in bescheidenen Verhältnissen startete, entfaltet sich mehr und mehr zu einem realen Traum, den sie mit 18 Jahren mit einem Plattenvertrag bei einem Label besiegelt. Fortan stehen Aretha (Jennifer Hudson) alle Türen zum Musik-Olymp offen. Für Aretha ist der Ruhm jedoch nicht nur die Erfüllung eines lang gehegten Traumes, sondern auch die Möglichkeit, ihre Stimme zu erheben. Als Bürgerrechtsaktivistin nutzt sie ihre Reichweite und macht auf die Missstände in der Rassendiskriminierung aufmerksam. Ein Zeichen, das nicht allen Anhängern und Fans zusagt. Aber für Aretha ist dies mehr als nur eine Herzensangelegenheit.

Ein Film von lberto Monteras II mit AbraDido De La PazLoonieKate Alejandrino , USA 2021, 146 Min., Englisch mit deutschen Untertiteln

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House of Gucci (OmU)

Ein Film von Ridley Scott

ab 23. Dezember im filmRaum

Meisterregisseur Ridley Scott präsentiert mit House of Gucci ein Kinoerlebnis der besonderen Art: eine hochkarätige Starbesetzung, ein auf wahren Ereignissen beruhendes Drama des ikonischen Modeimperiums und einen fesselnden Thriller über Familien-geheimnisse, Verrat und einen schockierenden Mord.

Beginnend im Jahr 1970 folgt der Film den düsteren Geheimnissen und tödliche Intrigen hinter den glamourösen Kulissen der berühmten Modedynastie. Im Mittelpunkt steht die vielschichtige Patrizia Reggiani, die Maurizio Gucci heiratet, einen der erben des ikonischen Modehauses. Immer wieder konkurriert sie mit den Schlüsselfiguren des Familienunternehmens um Kontrolle und Macht, unter anderem mit ihrem Ehemann, dessen geschäftstüchtigem Onkel Aldo, seinem risikofreudigen Cousin Paolo sowie seinem traditionsbewussten Vater Rodolfo.

Ein Film von Ridley Scott mit Lady Gaga, Adam Driver, Jared Leto, USA 2021, 158 Min., Original mit deutschen Untertiteln

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Adam (OmU)

Ein Film von Maryam Touzani

ab 16. Dezember im filmRaum

Abla lebt mit ihrer achtjährigen Tochter Warda in Casablanca. Die kleine Bäckerei, die sie betreibt, hat schon bessere Zeiten gesehen, und ihr Leben als alleinerziehende Mutter und berufstätige Frau fordert sie sehr. So ist es nicht verwunderlich, dass sie Samia, einer jungen schwangeren Frau, die eines Tages an ihre Haustür klopft und um Arbeit bittet, zunächst ihre Hilfe verwehrt. Die kleine Warda aber schließt die Fremde sofort ins Herz – und schafft es schließlich, auch das der Mutter zu erweichen. Als Samia sich auch noch als geschickte Bäckerin entpuppt, wächst ein zartes freundschaftliches Band zwischen den beiden Frauen. Mit der immer näher kommenden Geburt von Samias Kind stellt sich aber auch die Frage, welche Zukunft es für die junge Mutter in Ablas Obhut geben kann …

Ein Film von Maryam Touzani mit Lubna Azabal, Nisrin Erradi, Douae Belkhaouda, Marokko/Frankreich 2019, 98 Min., Originalfassung mit deutschen Untertiteln

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The French Dispatch (OmU)

Ein Film von Wes Anderson

ab 16. Dezember im filmRaum

Das amerikanische Magazin The French Dispatch ist ein Ableger der Zeitung Liberty, Kansas Evening Star, dessen Redaktion sich in der fiktiven französischen Stadt Ennui-sur-Blasé befindet. Gegründet wurden der Evening Star und der French Dispatch von Arthur Howitzer Jr., der das Magazin 50 Jahre lang leitete und nun verstorben ist. Seine Angestellten erinnern sich an Howitzer zurück und vier große Geschichten, die in der Zeitung veröffentlicht wurden, werden zum Leben erweckt: Der im Gefängnis sitzende Maler Moses Rosenthaler findet in seiner Wärterin Simone Muse und Model. Die Reporterin Lucinda Krementz beginnt eine Affäre mit dem Revoluzzer Zeffirelli und zweifelt an ihrer journalistischen Integrität. Ein radelnder Reporter schreibt Reiseberichte aus den schlimmsten Ecken der Stadt, und als der Sohn des Kommissars entführt wird, kann ihn nur der Koch retten…

Ein Film von Wes Anderson mit Timothée Chalamet, Léa Seydoux, Bill Murray, USA 2021, 108 Min., Original mit deutschen Untertiteln

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Billie — Legende des Jazz

Ein Film von James Erskine

ab 3. Dezember im filmRaum

Ihre ungewöhnliche Stimme und ihre Lieder voll emotionaler Strahlkraft machten sie weltberühmt: Jahrzehnte vor der #BackLivesMatter-Bewegung lieferte Billie Holiday mit ihrem Song „Strange Fruit“ den Soundtrack für die Bürgerrechtsbewegung der amerikanischen People of Colour. Eine selbstbewusste Frau, die mehr war als ein tragisches Opfer von Drogen- und Machtmissbrauch. Als erste schwarze Frau in einer weißen Band machte sich Billie Holiday frei von Stereotypen und entwickelte eine sehr eigenwillige, unverwechselbare Vokaltechnik, durch die sie ihre Stimme wie ein Instrument zum Klingen brachte.

In den späten 1960er Jahren gelang es der Journalistin Linda Lipnack Kuehl, für ihre geplante Biographie über die amerikanische Jazz-Legende mit Größen der Szene wie Charles Mingus, Tony Bennett und Count Basie ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus interviewte Kuehl enge Weggefährten von Billie Holiday wie ihren Cousin und Schulfreunde sowie einen FBI-Agenten, der die Diva einst verhaftete. Die ganze Wahrheit über die Sängerin konnte die engagierte Journalistin jedoch nie veröffentlichen: Denn Lipnack Kuehl starb in den 1970er Jahren unter ebenso tragischen Umständen, wie ihr Idol Billie Holiday im Jahre 1959.

In seinem Dokumentarfilm BILLIE verknüpft der britische Regisseur James Erskine aufwändig restauriertes Archivmaterial und die bisher ungehörten Tonbandaufnahmen von Linda Kuehl mit den Aufzeichnungen der wichtigsten Bühnenauftritte von Billie Holiday. Zum ersten Mal sieht man „Lady Day“ hier in Farbe. Ein Film, der der bedeutenden US-amerikanischen Jazz-Sängerin ein Denkmal setzt.

Ein Dokumentarfilm von James Erskine mit Billie Holiday, Tony Bennett, Count Basie, Charles Mingus , Großbritanien 2019, 96 Min., Originalfassung mit deutschen Untertiteln

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Große Freiheit

Ein Film von Sebastian Meise

ab 2. Dezember im filmRaum

Hans Hoffmann liebt Männer. Als ihn die Soldaten der Alliierten nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus aus dem Konzentrationslager befreien, ist seine Leidenszeit noch nicht zu Ende. Hans wird in den Regelvollzug überstellt, um seine Reststrafe abzusitzen – nach Paragraph 175, der hier in Westdeutschland unverändert in Kraft ist. Im Gefängnis begegnet Hans dem verurteilten Mörder Viktor. Der will mit einem „175-er“ nichts zu tun haben. Doch Hans‘ rebellischer, stoischer Stolz, der sich auf dem Gefängnishof und gegen die Willkür der Wärter zu behaupten weiß, nötigt ihm Respekt ab. Wieder und wieder landet Hans, der Wiederholungstäter, im Gefängnis. Und immer ist da Viktor, der Lebenslängliche. Sie kennen sich. Hans will sich nicht unterwerfen. Er will leben und lieben. Mit Oskar erlebt er eine glückliche, verliebte Zeit, fast unbeschwert trotz dem unaufhörlichen Zwang, sich verstecken zu müssen. Dann weist der Paragraph 175 auch diese Beziehung in die Schranken. Im Gefängnis treffen sie sich wieder. Der erfahrene Hans hilft Oskar, der unbarmherzigen Härte des Knastalltags zu begegnen. Selbst hier finden sich Mittel und Wege für heimliche Treffen, selbst hier vermag Hans Glück zu empfinden. Aber Oskar ist für dieses Leben nicht gemacht, die Konfrontation, das Verheimlichen, die trügerische Aussicht auf eine Freiheit da draußen. Er weiß sich nicht mehr zu helfen. Jahre später. Im Gefängnis verliebt sich Hans in seinen Mitgefangenen Leo, einen Musiklehrer. Aber er ist vorsichtig geworden. Er will niemanden mehr gefährden mit seiner eigenen Sehnsucht. Mit einer Falschaussage vor Gericht verhilft er Leo zur Freilassung. Seine eigene Strafe wird heraufgesetzt.

Ein Film von Sebastian Meise mit Franz Rogowski, Georg Friedrich, Anton von Lucke, Thomas Prenn, Deutschland 2021, 116 Min., Originalfassung, FSK 16

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Online für Anfänger (OmU)

Ein Film von Benoît Delépine & Gustave Kervern

ab 29. November im filmRaum

Marie muss seit der Trennung vom Ehemann ihr Mobiliar im Internet verkaufen, um über die Runden zu kommen. Zu allem finanziellen Übel fürchtet sie um den Respekt ihres jugendlichen Sohnes, sollte ein peinliches Sextape von ihr online gehen. Bertrands Tochter wurde Opfer von Cyber-Mobbing, während er selbst sich in die Stimme einer Callcenter-Agentin am anderen Ende der Welt verliebt hat und ihr kein noch so beklopptes Angebot ablehnen kann. Und schließlich Christine, die sich über schlechte Internet Bewertungen wundert, die sie trotz aller Anstrengungen als Uber-Fahrerin mit ihrem Kleinwagen bekommt und ihr dadurch die erneute Arbeitslosigkeit droht. Die drei Nachbarn haben die Fremdbestimmung durch die Übermacht der sozialen Medien und Techgiganten satt und sagen Silicon Valley den Kampf an!

Ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären im Wettbewerb der Berlinale 2020, ist ONLINE FÜR ANFÄNGER mit über 500.000 Zuschauern im gleichen Jahr einer der erfolgreichsten Kinofilme in Frankreich! Herrlich komisch und mit ein großen Portion Menschlichkeit nehmen Benoît Delépine und Gustave Kervern („Mammuth“, „Der Tag wird kommen“) in ihrer Gesellschaftssatire ONLINE FÜR ANFÄNGER die Absurditäten und Stolperfallen des digitalen Alltags zwischen künstlicher Intelligenz, Fake-Bewertungen und den überteuerten Kosten sogenannter Gratis-Hotlines aufs Korn. Als Spezialisten für anarchischen Humor bleibt sich das französische Regie- und Autorenduo in ihrem neunten gemeinsamen Spielfilm selbst treu – wirklich jeder bekommt sein Fett weg: Von weltweit agierenden Ausbeuter-Konzernen bis hin zu Rentnern, die dutzende Kilometer fahren, um ein paar Cent beim Einkauf zu sparen. Und doch: Aus vermeintlich Gestrauchelten des Internet-Alltags werden Helden, die sich furchtlos ihre privaten Daten aus dem Internet zurückholen wollen. In den Hauptrollen stellen Blanche Gardin („Kein Mann für leichte Stunden“), Denis Podalydès („Die schönste Zeit unseres Lebens“) und Corinne Masiero („Der Glanz der Unsichtbaren“) ihr komödiantisches Können unter Beweis, tatkräftig unterstützt von prominenten Nebendarstellern wie Denis O’Hare, Benoît Poelvoorde, Bouli Lanners oder Bestseller-Autor Michel Houellebecq.

Ein Film von Benoît Delépine & Gustave Kervern mit Blanche Gardin, Denis Podalydès von der Comedie-Francaise, Corinne Masiero, Belgien, Frankreich 2021, 110 Min., Französisch mit deutschen Untertiteln

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Lieber Thomas

Ein Film von Andreas Kleinert

ab 25. November im filmRaum

Die DDR ist noch jung, aber Thomas Brasch passt schon nicht mehr rein. Es ist vor allem sein Vater Horst, der den neuen deutschen Staat mit aufbauen will. Doch Thomas, der älteste Sohn, will lieber Schriftsteller werden. Thomas ist ein Träumer, ein Besessener und ein Rebell. Schon sein erstes Stück wird verboten und bald fliegt er auch von der Filmhochschule. Als 1968 die sowjetischen Panzer durch Prag rollen, protestiert Brasch mit seiner Freundin Sanda und anderen Studenten mit einer Flugblattaktion in den Straßen Berlins – und rennt vor die Wand. Sein eigener Vater verrät ihn und Thomas

Brasch kommt ins Gefängnis. Auf Bewährung entlassen, arbeitet Brasch in einer Fabrik und schreibt über die Liebe, die Revolte und den Tod. Aber mit einem wie ihm kann man in der DDR nichts anfangen. Ohne Aussicht, gehört zu werden, verlässt Thomas mit der Frau, die er liebt (Jella Haase ), die Heimat. Im Westen wird er anfangs bejubelt, dreht mehrere Kinofilme, wird zweimal nach Cannes eingeladen. Doch Brasch lässt sich nicht vereinnahmen. Auch nach dem Mauerfall, zurück in Ost-Berlin, ist er weit davon entfernt, Ruhe zu geben.

Ein Film von Andreas Kleinert mit Albrecht Schuch, Jella Haase, Ioana Iacob, Jörg Schüttauf, Deutschland 2021, 150 Min., Originalfassung, FSK 16

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Das Land meines Vaters (OmU)

Ein Film von Edouard Bergeon

ab 25. November im filmRaum

Pierre ist 25 Jahre alt, als er aus Wyoming zurückkehrt, um mit seiner Verlobten Claire den Hof seines Vaters in der französischen Heimat zu übernehmen. Der junge Landwirt strotzt nur so vor neuen Ideen und Tatendrang, wohingegen sein Vater Jacques nur schwer loslassen kann. Zwanzig Jahre später ist der Betrieb gewachsen und mit ihm die Familie. Doch die glücklichen Tage der gemeinsamen Hingabe für Hof und Land gehören bald der Vergangenheit an. Denn trotz aufopferungsvoller harter Arbeit bis hin zur Erschöpfung und der tatkräftigen Unterstützung von Claire und den beiden Kindern wachsen die Schulden – und mit ihnen Pierres Verzweiflung. Inspiriert vom Leben seines Vaters erzählt Regisseur Edouard Bergeon mit seinem Nummer-1-Hit aus Frankreich eine universelle Geschichte der Generationen zwischen Lebensträumen und Existenzsorgen. In großen Landschaftsbildern wirft das bewegende wie hochaktuelle Spielfilmdebüt mit einem überragenden Guillaume Canet in der Hauptrolle einen zutiefst menschlichen Blick auf die dramatischen Arbeitsbedingungen der Landwirte und den Preis unserer Nahrung.

Ein Film von Edouard Bergeon mit Guillaume Canet, Veerle Baetens, Anthony Bajon, Rufus, Frankreich, Belgien 2019, 103 Min., Original mit deutschen Untertiteln

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Bergman Island (OmU)

Ein Film von Mia Hansen-Løve

ab 18. November im filmRaum

Das Künstlerpaar Tony und Christine reist zur Bergman-Woche auf die Insel Fårö. Inspiriert vom Geist der großen Regielegende wollen die beiden

Filmemacher hier den Sommer verbringen und ihre neuen Drehbücher schreiben. Während Tony, bereits ein gefeierter Regisseur, schnell mit seiner Arbeit vorankommt, hadert die 25 Jahre jüngere Christine mit ihrer Geschichte. Ihre Zweifel belasten die Beziehung und Christine flüchtet sich mehr und mehr in ihr Drehbuch. Langsam beginnen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zu verschwimmen. Vor der sonnendurchfluteten Kulisse der malerischen Insel Fårö lotet Mia Hansen-Løve in ihrer semibiografischen Tragikomödie die Tiefen künstlerischer Inspiration beim kreativen Schaffensprozess aus. Der mit Vicky Krieps, Tim Roth und Mia Wasikowska hochkarätig besetzte Film feierte seine umjubelte Weltpremiere im Wettbewerb der 74. Internationalen Filmfestspiele von Cannes.

Ein Film von Mia Hansen-Løve mit Vicky Krieps, Tim Roth, Mia Wasikowska u.v.a., Frankreich, Deutschland, Belgien, Schweden 2021, 112Min., Italienisch mit deutschen Untertiteln

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Die Geschichte meiner Frau (OmU)

Ein Film von Ildikó Enyedi

ab 14. November im filmRaum

Als Kinder sind die vier Freunde Giulio, Gemma, Paolo und Riccardo unzertrennlich. Doch im Laufe ihres Erwachsenenlebens führen unterschiedlicher materieller WoJakob Störr, ein hartgesottener, niederländischer Schiffskapitän, schließt in einem Café eine Wette ab, die erste Frau zu heiraten, die das Lokal betritt. Nichtsahnend kommt die junge Lizzy zur Tür herein… Was nun folgt ist ein hochemotionales Ehedrama: Jakob weiß nicht, wie er mit der Schönheit und Unergründlichkeit seiner Frau umgehen soll und ist zwischen inniger Liebe und Misstrauen hin- und hergerissen. Lizzy, die sich ihrer subtilen Macht nur zu bewusst ist, ringt nicht weniger mit widerstreitenden Gefühlen. Leidenschaft, Missverständnis und Eifersucht nehmen ihren Lauf.

Nach ihrem Berlinale-Gewinner KÖRPER UND SEELE inszeniert die vielfach preisgekrönte ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi mit DIE GESCHICHTE MEINER FRAU erneut ein außergewöhnliches Liebesepos. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Milán Füst aus dem Jahr 1942, zeichnet der Film ein atmosphärisches Bild vom Europa der wilden 1920er-Jahre und erzählt in opulenten Bildern die ans Herz gehende, tiefgründige Geschichte eines ungewöhnlichen Paares, dessen Lebenswelten nicht unterschiedlicher sein könnten.

Léa Seydoux (BLAU IST EINE WARME FARBE, JAMES BOND 007: KEINE ZEIT ZU STERBEN) verleiht der Rolle der verspielten und dabei scharfsinnigen Lizzy großen Charme und setzt einen Kontrapunkt zum von Gijs Naber glänzend gespielten introvertierten und etwas brummigen Jakob.

Ein Film von Ildikó Enyedi mit Gijs Naber, Léa Seydoux, Louis Garrel, Luna Wedler, Josef Hader u.v.a., Ungarn, Deutschland, Frankreich, Italien 2020, 169Min., Original mit deutschen Untertiteln

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Kinder der Hoffnung

Dokumentarfilm von Yael

ab 11. November im filmRaum

Vor 15 Jahren hat die heute 40 jährige Regisseurin Yael Reuveny (Schnee von Gestern)  ihre Heimat Israel verlassen um in Berlin zu leben. Für KINDER DER HOFFNUNG kehrt sie zurück und trifft ihre ehemaligen Klassenkameraden, um zu sehen, was aus den Träumen und Idealen ihrer Generation geworden ist und warum sie selbst im Exil in Deutschland lebt.

32 Kinder einer israelischen Schulklasse posieren 1988 für ein Foto. Als sich ihre Wege trennen, sind sie voller Hoffnung auf Frieden. In Super-8-Aufnahmen aus der Kindheit und pointierten Kurzporträts ihrer damaligen Mitschülerinnen und Mitschüler überdenkt die in Berlin lebende Filmemacherin Yael Reuveny ihr eigenes Selbstverständnis und das ihrer Generation. Warum gibt es keinen Frieden mit den Palästinensern? Ist nur eine der vielen Fragen die Reuveny  sich und ihrer Generation stellt. Sie stößt auf unbequeme Antworten, dass selbst die 3. Generation nach der Shoah noch zutiefst von den gesellschaftlichen Reaktionen auf die Shoah geprägt ist. Die Generation von Israelis die Yael Reuveny in ihrem Film porträtiert sind keine Kinder der Hoffnung, sie sind Kinder der Angst, die das Überleben des Staates Israel durch eine allgemeine Wehrpflicht für Männer und Frauen und möglichst große Familien sichern sollen. Das ist das Dogma mit dem sie aufgewachsen sind.  Sie sind nicht frei. Nur wer frei ist, oder sich wie der am 4. November 1995 ermordete israelische Ministerpräsident Jitzchak Rabin von seinen eigenen Dogmen befreit, kann Frieden schließen. Mit der Ermordung Jitzchak Rabins starb in Israel auch die Hoffnung auf Frieden für eine ganze Generation.

Deutschland/ Israel 2020, 84Min., Original mit deutschen Untertiteln

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Auf Alles was uns  glücklich macht OmU

Ein Film von Gabriele Muccino

ab 04. November im filmRaum

Eintritt: 9,- € (ermäßigt 7,- € )

Als Kinder sind die vier Freunde Giulio (Pierfrancesco Favino), Gemma (Micaela Ramazzotti), Paolo (Kim Rossi Stuart) und Riccardo (Claudio Santamaria) unzertrennlich. Doch im Laufe ihres Erwachsenenlebens führen unterschiedlicher materieller Wohlstand, persönliche Schicksalsschläge und Giulios und Paolos romantische Gefühle für Gemma dazu, dass sich die Lebenswege der Freunde immer wieder trennen – bis das Schicksal sie auf magische Art und Weise wieder zusammenführt. Der italienische Regisseur Gabriele Muccino („Das Streben nach Glück“, „Ein letzter Kuss“) erzählt in seinem Film AUF ALLES, WAS UNS GLÜCKLICH MACHT von einer Freundschaft zwischen Menschen, die einander ein Leben lang verbunden bleiben, obwohl sie unterschiedliche Lebenswege einschlagen. Über einen Zeitraum von vierzig Jahren hinweg begleitet der Regisseur seine Figuren von ihrer Jugend in einer italienischen Kleinstadt in den 1980er Jahren bis ins Erwachsenenalter. AUF ALLES, WAS UNS GLÜCKLICH MACHT spiegelt damit auch die Geschichte eines Landes wieder, das sich im Umbruch befindet. Muccinos Werk ist eine Hommage an die großen italienischen Filmemacher wie Federico Fellini, Cesare Zavattini und Ettore Scola, der 1974 mit „Wir hatten uns so geliebt“ („C’eravamo tanto amati“) einen ähnlich berührenden Film über das Wesen der Freundschaft in die Kinos brachte. AUF ALLES, WAS UNS GLÜCKLICH MACHT geht der Frage nach, was uns als Menschen wirklich ausmacht, wohin uns unsere Wege führen und welche Werte wir an unsere Kinder weitergeben. Eine wunderbare Erzählung über Freundschaft, Liebe und die Suche nach dem eigenen Lebensweg.

Ein Film von Gabriele Muccino mit Pierfrancesco Favino, Micaela Ramazzotti , Claudio Santamaria u.v.a., Italien 2019, 129Min., Italienisch mit deutschen Untertiteln

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Borga

Ein Film von York-Fabian Raabe

ab 28. Oktober im filmRaum

Eintritt: 9,- € (ermäßigt 7,- € )

Die zwei Brüder Kojo (Eugene Boateng) und Kofi (Jude Arnold Kurankyi) wachsen auf der Elektroschrott-Müllhalde Agbogbloshie in Ghanas Hauptstadt Accra auf. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie im Betrieb ihres Vaters (Adjetey Anang) mit dem Sammeln von Metallen, die sie aus westlichem Elektroschrott gewinnen. Eines Tages macht Kojo eine Begegnung mit einem Borga (Elikem Kumordzie) aus Deutschland, die sein Leben für immer verändern wird. Als sich 10 Jahre später die Chance ergibt, selber nach Deutschland zu gehen, zerreißt das Familienband und für Kojo beginnt eine fünfjährige Irrfahrt über die Kontinente. In Deutschland angekommen bemerkt er schnell, dass sein Traum nur ein Mythos ist. Er wird nicht mit offenen Armen empfangen. Aber eine Rückkehr kommt nicht in Frage! Sein Lichtblick ist Lina (Christiane Paul), doch auch bei ihr versucht er das Bild zu erfüllen, von dem er denkt, dass es alle von ihm erwarten – das Bild des Borgas. Das ghanaische Wort Borga hat seinen Ursprung in dem deutschen Wort Hamburg. Es bedeutet soviel wie „Der reiche Onkel aus dem Ausland“. Als sich 10 Jahre später die Chance ergibt, selber nach Deutschland zu gehen, zerreißt das Familienband und für Kojo beginnt eine fünfjährige Irrfahrt über die Kontinente. In Deutschland angekommen bemerkt er schnell, dass sein Traum nur ein Mythos ist. Er wird nicht mit offenen Armen empfangen. Aber eine Rückkehr kommt nicht in Frage! Sein Lichtblick ist Lina (Christiane Paul), doch auch bei ihr versucht er das Bild zu erfüllen, von dem er denkt, dass es alle von ihm erwarten – das Bild des Borgas. Das ghanaische Wort Borga hat seinen Ursprung in dem deutschen Wort Hamburg. Es bedeutet soviel wie „Der reiche Onkel aus dem Ausland“.

Ein Film von York-Fabian Raabe mit Eugene Boateng, Christiane Paul, Lydia Forson, Adjetey Anang u.v.a., Deutschland 2020, 107Min., Originalfassung

 

 

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Titane (OmU)

Ein Film von Julia Ducournau

ab 21. Oktober im filmRaum

Eintritt: 9,- € (ermäßigt 7,- € )

Alexia (Agathe Rousselle) trägt seit einem Autounfall in ihrer Kindheit eine Titanplatte im Kopf und hat auch ansonsten ein enges Verhältnis zu nicht-organischen Dingen: Sie ist eine erotische Tänzerin, die bei Autoshows auftritt und irgendwann sogar Sex nicht nur in, sondern mit einem der Vehikel hat. Männer aber leben in ihrer Nähe gefährlich – und nach mehreren männlichen Opfern, die auf Alexias Kappe gehen, muss sie untertauchen. Alexia gibt sich fortan als Mann aus und nimmt die Identität des als Kind verschwundenen Adrien an. Adriens Vater Vincent (Vincent Lindon), der lange nach seinem Sohn gesucht hat, nimmt die verkleidete Alexia also bei sich auf. Doch er wird schnell zu aufdringlich und außerdem kann Alexia bald kaum noch die sichtbaren Zeichen einer Schwangerschaft verbergen…

FSK 16. Ein Film von Julia Ducournau, mit Vincent Lindon, Agathe Rousselle, Garance Marillier u.v.a., Frankreich/ Belgien 2020, 108 Min., Französisch mit deutschen Untertiteln

ALLE VORSTELLUNGEN IM FILMRAUM IM ORIGINAL MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN

 

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Schachnovelle 

Ein Film von Philipp Stölzl

ab 14. Oktober im filmRaum

Eintritt: 9,- € (ermäßigt 7,- € )

John, selbständiger Fensterputzer in einer Stadt in Nordrland, kümmert sich als alleinerziehender Vater um seinen vierjährigen Sohn Michael. Die Mutter hat die Familie kurz nach Michaels Geburt verlassen, eigene Angehörige hat John nicht mehr. Eine tiefe Liebe verbindet die beiden, ein schier grenzenloses Vertrauen, das keine Worte braucht. Es ist ein einfaches Leben, das sie führen, bestimmt von den täglichen Notwendigkeiten und Ritualen.

Was John seinem Sohn verschweigt: Er ist unheilbar krank, ihm bleiben nur noch wenige Monate. Die will er nutzen, um eine neue, gute, perfekte Familie für Michael zu finden – und ihn gleichzeitig, soweit das möglich ist, vor dem Schmerz des Verlusts zu schützen. Wie kann er seinem Sohn erklären, warum sie jetzt all diese Menschen besuchen? Wie erlebt Michael diese Menschen, die sich aus ganz unterschiedlichen Gründen dazu entschieden haben, ein Kind zu adoptieren? Gibt es das, eine perfekte Familie, ein besseres Leben? Ist es das Ehepaar mit der Villa im Grünen? Der Trubel der großen Patchwork-Familie? Welche Verbindung soll dieses neue Leben mit dem wirklichen, jetzigen Leben von John und Michael haben? Und kennt John seinen Sohn gut genug, um zu wissen, welche Entscheidung die richtige ist?

Nach und nach beginnt John zu begreifen, dass er nicht nur eine Entscheidung für die Zukunft treffen muss, sondern eine für die Gegenwart. Dass er Michael vertrauen muss. Dass sie leben, jetzt, in diesem Moment.

Ein Film von Philipp Stölzl mit Oliver Masucci, Albrecht Schuch, Birgit Minichmayr u.v.a., Deutschland/ Österreich 2020, 111 Min., Sprache Deutsch

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Nowhere Special (OmU)

Ein Film von Uberto Pasolini

ab 14. Oktober im filmRaum

Eintritt: 9,- € (ermäßigt 7,- € )

John, selbständiger Fensterputzer in einer Stadt in Nordrland, kümmert sich als alleinerziehender Vater um seinen vierjährigen Sohn Michael. Die Mutter hat die Familie kurz nach Michaels Geburt verlassen, eigene Angehörige hat John nicht mehr. Eine tiefe Liebe verbindet die beiden, ein schier grenzenloses Vertrauen, das keine Worte braucht. Es ist ein einfaches Leben, das sie führen, bestimmt von den täglichen Notwendigkeiten und Ritualen.

Was John seinem Sohn verschweigt: Er ist unheilbar krank, ihm bleiben nur noch wenige Monate. Die will er nutzen, um eine neue, gute, perfekte Familie für Michael zu finden – und ihn gleichzeitig, soweit das möglich ist, vor dem Schmerz des Verlusts zu schützen. Wie kann er seinem Sohn erklären, warum sie jetzt all diese Menschen besuchen? Wie erlebt Michael diese Menschen, die sich aus ganz unterschiedlichen Gründen dazu entschieden haben, ein Kind zu adoptieren? Gibt es das, eine perfekte Familie, ein besseres Leben? Ist es das Ehepaar mit der Villa im Grünen? Der Trubel der großen Patchwork-Familie? Welche Verbindung soll dieses neue Leben mit dem wirklichen, jetzigen Leben von John und Michael haben? Und kennt John seinen Sohn gut genug, um zu wissen, welche Entscheidung die richtige ist?

Nach und nach beginnt John zu begreifen, dass er nicht nur eine Entscheidung für die Zukunft treffen muss, sondern eine für die Gegenwart. Dass er Michael vertrauen muss. Dass sie leben, jetzt, in diesem Moment.

Ein Film von Uberto Pasolini mit James Norton, Daniel Lamont, Eileen O’Higgins u.v.a., UK,IT,RO 2020, 96Min., Englisch mit deutschen Untertiteln

 

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Dear Future Children (OmU)

ab 14. Oktober im filmRaum

Eintritt: 9,- € (ermäßigt 7,- € )

Drei Länder, drei Konflikte, drei Frauen und ein ziemlich ähnliches Schicksal: Tränengas und Gummigeschosse, Wasserwerfer und tödliche Dürre, Regierungen, die nicht zuhören wollen und eine junge Generation, die zurecht wütend ist. Doch sie haben nicht vor aufzugeben: weder Hilda, die in Uganda für die Zukunft unserer Umwelt kämpft, noch Rayen oder Pepper, die in Santiago de Chile und Hongkong für mehr soziale Gerechtigkeit und Demokratie auf die Straßen gehen. Sie kämpfen weiter. Für ihre und unsere zukünftigen Kinder.

Dokumentarfilm, deutschland, UK, Österreich, Regie: Franz Böhm, 89 Minuten, FSK ab 12

 

 

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Helden der Wahrscheinlichkeit (OmU)

Ein Film von Anders Thomas Jensen

ab 30. September im filmRaum

Eintritt: 9,- € (ermäßigt 7,- € )

Trauer-Arbeit ist eine einsame Angelegenheit. Entsprechend möchte der gerade heimgekehrte Offizier Markus einfach seine Ruhe haben. Er will möglichst wenig weinen, sich um seine Teenager-Tochter Mathilde kümmern und den Verlust seiner Frau mit viel Bier herunterspülen. Doch diese Rechnung hat er ohne die drei Unglücksvögel gemacht, die vor seiner Tür auftauchen. Der Mathematiker Otto, sein nervöser Kollege Lennart und der exzentrische Hacker Emmenthaler sind sichtlich vom Leben gebeutelt. Allerdings haben sie einen Weg gefunden, dem Schicksal das Handwerk zu legen: Sie können rechnen. Und ihren Berechnungen zufolge starb Markus‘ Frau nicht zufällig. Tatsächlich hat das schräge Trio Indizien, die stutzig machen. Aus zahllosen Details knüpfen sie eine zwingende Beweiskette, an deren Ursprung eine Bande namens Riders of Justice steht. Egal wie unwahrscheinlich ihre Theorie klingt – sie weckt erfolgreich die Rachlust des emotional sonst sparsamen Familienvaters. Otto, Lennart und Emmenthaler tarnen sich vor allem für die ahnungslose Mathilde als Trauer-Therapeuten, üben fleißig den Umgang mit automatischen Waffen und freuen sich Moment des Erfolgs bei sich zu sein? Für wen? Martin Eden ist jung. Er will die Welt beschreiben. Er will Elena lieben. Er will ihre Welt erobern. Ein Film von Anders Thomas Jensen, mit mit Mads Mikkelsen, Nikolaj Lie Kaas, Andrea Heick Gadeberg, Lars Brygmann, Nicolas Bro u.v.a., Dänemark 2020, 116Min., Dänisch mit deutschen Untertiteln

 

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Toubab

Ein Film von Florian Dietrich

ab 30. September im filmRaum

Eintritt: 9,- € (ermäßigt 7,- € )

Onlineticket

Um eine drohende Abschiebung in letzter Sekunde zu verhindern, sind zwei Vorstadtgangster zu allem bereit.

Nach seiner Entlassung aus der Haft freut sich Babtou riesig auf einen Neuanfang: mit seinem Kumpel Dennis die Freiheit genießen, die Welt umarmen — und nichts mehr mit den Behörden zu tun haben. Doch ausgerechnet seine spontane Willkommensparty läuft dermaßen schief, dass Babtou noch am gleichen Abend die Hände wieder in Handschellen hat. Mit dramatischen Konsequenzen: aufgrund wiederholter Straffälligkeit soll er in sein „Heimatland“ Senegal ausgewiesen werden.

Aber Babtou kennt den Senegal nur aus Geschichten seines Vaters. Er ist in Deutschland geboren, seine Heimat ist Frankfurt. Um die drohende Abschiebung in letzter Sekunde zu verhindern, sind Babtou und Dennis zu allem bereit…

Ein Film von Florian Dietrich, mit Farba Dieng, Julius Nitschkoff u.v.a., Deutschland, Senegal 2021, 96Min., Original mit deutschen Untertiteln

 

 

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Eine Stadt sieht einen Film – Online Edition – Supermarkt von Roland Klick

Der filmRaum lädt Euch zur diesjährigen Hamburger Kinoveranstaltung „Eine Stadt sieht einen Film“ Online Edition ein diesmal komplett kostenlos und online, mit Roland Klicks hanseatischem Klassiker „Supermarkt“! Am 27. und 28. Februar, 48 Stunden online.

27. & 28. Februar 2021, 48 Stunden online


17 HAMBURGER ARTHOUSE- UND PROGRAMMKINOS PRÄSENTIEREN:

Das Online-Event ist über unsere filmRaum Website und die Website www.eine-stadt-sieht-einen-film.de an diesen beiden Tagen von 00:00 bis 23:59 abrufbar. Das Event ist kostenfrei.

SUPERMARKT (BRD 1973, Regie: Roland Klick)

weitere Infos

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Das Haus der guten Geister

online schauen und direkt den filmRaum unterstützen.

Ab 10. Dezember

Streming-Ticket:  9,-€

https://vimeo.com/ondemand/dashausdergutengeister

Aufgrund der anhaltenden Situation und auf Wunsch der Filmemacher:innen wird der Filmstart des Dokumentrafilms DAS HAUS DER GUTEN GEISTER ab 10. Dezember online stattfinden. Die Einnahmen werden zu 50% mit allen beteiligten Kinos geteilt und so könnt ihr direkt den filmRaum und weitere tolle Kinos unterstützen.

Die Staatsoper Stuttgart zählt zu einer der renommiertesten Opern weltweit. Bereits sieben Mal erhielt sie die von internationalen Kritiker*innen verliehene Auszeichnung Opernhaus des Jahres – sie erfuhr die Ehrung damit so oft, wie kein anderes Opernhaus der Welt. Dieser Erfolg verdankt sich sicher auch der einzigartigen Arbeitsweise der Oper Stuttgart, welche Musiktheater als integratives Gemeinschaftswerk behandelt und einsetzt. So entfalten sich die Inszenierungen hier in einem offenen Dialog auf Augenhöhe zwischen Macher*innen, Darsteller*innen, den unterschiedlichen Gewerken im Haus und dem Publikum, bis die einzelnen Puzzleteile sich schließlich zur komplexesten und kollektivsten aller Kunstformen zusammenfinden – der Oper.

Es ist ein faszinierender Prozess, in den DAS HAUS DER GUTEN GEISTER intime Einblicke gewährt. Hierfür begleitet der Film das charismatische Führungsteam der Oper Stuttgart rund um Intendanten und Regisseur Jossi Wieler bei der Entstehung der Operninszenierung „Pique Dame“ von Tschaikowski. Von den ersten Proben an wird die enge Kollaboration mit Chefdramaturg und Co-Regisseur Sergio Morabito, Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling, der legendären Bühnen- und Kostümbildnerin Anna Viebrock und den anderen ‚guten Geistern’ des Stuttgarter Hauses verfolgt, die gemeinsam und in unaufgeregtem, leisen Stil das Mammutprojekt Oper stemmen. Passend zu dieser besonnenen Herangehensweise setzt man bei den Stuttgarter Inszenierungen auch nicht auf medienwirksame, große Stars. Stattdessen vertraut man auf das eigene feste Ensemble, das sich in die intimen Arbeitsprozesse des Traditionshauses einfügt. Es wird deutlich: an der Staatsoper Stuttgart ist die große Kunst stets verbunden mit einem tiefgreifenden Bewusstsein um die eigene gesellschaftspolitische Verantwortung. Ihr Vertrauen in eine achtsame und organische Form der Zusammenarbeit ist damit gleichsam ein Gegenentwurf zu einer zunehmend entfremdeten und populistisch geprägten Gesellschaft. Oper soll sich in Stuttgart eben nicht im isolierten ‚Elfenbeinturm’ abspielen, sondern in einem offenen Haus, das gesellschaftliche Verantwortung übernimmt, sich einmischt, stetige Impulse von außen zulässt und gleichzeitig auch nach Außen abgibt.

DAS HAUS DER GUTEN GEISTER ist damit in vielfacher Hinsicht ein Blick hinter die Kulissen der Bretter, die die Welt bedeuten – und ein Film, der seine Zuschauer in die Magie eines ganz eigenen Universums entführt.

 

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Was geschah mit Bus 670? (OmdU)

Ein Film von Fernanda Valadez

Originaltitel: SIN SEÑAS PARTICULARE

Neustart ab 10. Dezember

Zentral-Mexiko: Zusammen mit einem Freund begibtsich der Teenager Jesús mit dem Bus 670 in Richtung der US-amerikanischen Grenze, durch derenriskante Überquerungsich viele Mexikaner ein besseres Leben versprechen. Als mehrere Monate später die Leiche des Freundes auftaucht und auch von Jesús jegliches Lebenszeichen fehlt, gibt seine Mutter die Hoffnung nicht auf und macht sich trotz aller Warnungen auf die Suche nach ihrem Sohn. Ihre Reise führtsiein die Todeszone Nord-Mexikos, einem der gefährlichsten Orte der Welt. Im Niemandsland begegnet sie vielen, die ihr Schicksal teilen–denn was mit Jesús passiert ist, ist lange kein Einzelfall. Schritt für Schritt kommt sie der Wahrheit näher…(Quelle: Verleih)

Mexiko, Spanien 2020, Regie: Fernanda Valadez, mit Mercedes Hernández, David Illescas, Juan Jesús Varela , 97 Min, Sprache: Originalfassung, Spanisch mit deutschen Untertiteln,

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Kajillionaire (OmdU)

Ein Film von Miranda July

Neustart ab 19. November

In der originellen Tragikomödie KAJILLIONAIRE entwirft Performance-Künstlerin, Schauspielerin, Schriftstellerin und Regisseurin Miranda July erneut meisterlich einen ebenso schrägen wie feinfühlig beobachteten Mikrokosmos. Dabei erkundet sie mit ihrem schrulligen Sinn für die Magie des Alltags die Dynamik einer amüsant dysfunktionalen Familie.

Das Leben der 26-jährigen Old Dolio (Evan Rachel Wood) ist viel skurriler als das anderer junger Frauen. Seit ihrer Kindheit haben ihre Eltern, die eigenbrötlerischen Trickbetrüger Theresa (Debra Winger) und Robert (Richard Jenkins), sie darauf trainiert, jede Gelegenheit zum Gaunern und Stehlen zu nutzen. Gemeinsam betrügt sich die kuriose Familie durch ein weitgehend ereignisloses Leben. Doch der penibel geplante Alltag der Lebenskünstler gerät ins Wanken, als sie für ihren nächsten Coup die liebenswert temperamentvolle Melanie (Gina Rodriguez) ins Boot holen, die Old Dolios überschaubare Welt gehörig auf den Kopf stellt.… (Quelle: Verleih)

USA 2020, Regie: Miranda July, mit Evan Rachel Wood, Gina Rodriguez, Richard Jenkins , 104 Min, Sprache: Originalfassung, Englisch mit deutschen Untertiteln,

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Milla meets Moses (OmU)

Ein Film von Rita Kalnejais

Neustart ab 19. November

Milla (Eliza Scanlen) trifft Moses (Toby Wallace) – vielmehr wird sie bei der ersten Begegnung buchstäblich von ihm umgehauen. Obwohl Moses sich als Herumtreiber und Gelegenheitsdealer entpuppt, nimmt sie ihn mit zu sich nach Hause, um ihn ihren Eltern vorzustellen. Anna (Essie Davis) und Henry (Ben Mendelsohn) – eine ehemalige Konzertpianistin und ein ziemlich entspannter Psychiater – sind alles andere als begeistert von Millas neuem Freund. Doch Millas Lebensfreude und ihre Sehnsucht, die Liebe und die Welt zu entdecken, stellen die Familie auf den Kopf. Als die Eltern merken, dass Moses ihrer kranken Tochter sichtlich guttut, nehmen sie ihn trotz ihrer Bedenken bei sich auf und werden dabei mit ihren eigenen Schwächen konfrontiert.… (Quelle: Verleih)

Australien, Vereinigte Staaten, Drama Komödie, 2019, Regie: Rita Kalnejais, mit Eliza Scanlen, Toby Wallace, Essie Davis, Ben Mendelsohn, 118 Min, Sprache: Originalfassung, Englisch mit dt. Untertitel, FSK 12

 

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Und Morgen die ganze Welt

Ein Film von Julia von Heinz

Neustart ab 12. November

Luisa (MALA EMDE) ist 20 Jahre alt, stammt aus gutem Haus, studiert Jura im ersten Semester. Und sie will, dass sich etwas verändert in Deutschland. Alarmiert vom Rechtsruck im Land und der zunehmenden Beliebtheit populistischer Parteien, tut sie sich mit ihren Freunden zusammen, um sich klar gegen die Faschos zu positionieren. Schnell findet sie Anschluss beim charismatischen Alfa (NOAH SAAVEDRA) und dessen bestem Freund Lenor (TONIO SCHNEIDER): Für die beiden ist auch der Einsatz von Gewalt ein erlaubtes Mittel, um Widerstand zu leisten. Bald schon überstürzen sich die Ereignisse. Und Luisa muss entscheiden, wie weit zu gehen sie bereit ist – auch wenn das fatale Konsequenzen für sie und ihre Freunde haben könnte. Wenn die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten: Wie aus dem richtigen Leben gegriffen, hat Julia von Heinz nach einem gemeinsam mit ihrem Ehemann John Quester geschriebenen Drehbuch einen ebenso politischen wie persönlichen Film realisiert. Mit direkter Wucht und emotionaler Intelligenz zeichnet die Filmemacherin ein Bild vom Deutschland des Jahres 2020, das aktueller und brisanter nicht sein könnte… (Quelle: Verleih)

Deutschland, Frankreich, 2020, Regie: Julia von Heinz, mit Mala Emde, Noah Saavedra, Tonio Schneider, Luisa-Céline Gaffron und Andreas Lust , 111 Min, Sprache: Deutsch,

 

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Doch das Böse gibt es nicht (OmU)

Ein Film von Mohammad Rasoulof

Neustart ab 12. November

Alle Vorstellungen im Original mit deutschen Untertitel

Heshmat ist ein vorbildlicher Ehemann und Vater, jeden Morgen bricht er sehr früh zur Arbeit auf. Wohin fährt er? Pouya kann sich nicht vorstellen, einen anderen Menschen zu töten, trotzdem bekommt er den Befehl. Kann es einen Ausweg für ihn geben? Javad besucht seine Freundin Nana um ihr einen Heiratsantrag zu machen. Doch dieser Tag hält für beide noch eine andere Überraschung bereit. Bahram ist Arzt, darf aber nicht praktizieren. Als ihn seine Nichte Darya aus Deutschland besucht, beschließt er, ihr den Grund für sein Außenseiterdasein zu offenbaren. (Quelle: Verleih)

Iran/ Deutschland/ Tschechische Republik 2020, 2019, Regie: Mohammad Rasoulof, mit Ehsan Mirhosseini, Shaghayegh Shourian, Kaveh Ahangar, 150 Min, Sprache: Originalfassung, Farsi mit dt. Untertitel,

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Matthias & Maxime (OmdU)

Ein Film von Xavier Dolan

Neustart ab 05. November

Matthias und Maxime sind schon seit ihrer Kindheit beste Freunde und können sich gar nicht vorstellen, plötzlich getrennte Wege zu gehen. Doch das Erwachsenwerden bedeutet Veränderung und so zieht es Maxime für längere Zeit nach Australien.

In den Tagen vor seiner Abreise ziehen die beiden im Kreis ihrer Freunde von einer Party zur nächsten. Als eine ihrer Freundinnen, eine Filmstudentin, für ihren neuesten Kurzfilm noch zwei Schauspieler sucht, werden Matthias und Maxime kurzerhand und nicht ganz gegen ihren Willen engagiert. Der Knackpunkt des Ganzen? Die beiden Freunde müssen sich vor der Kamera küssen und dies bringt plötzlich alles ins Wanken… (Quelle: Verleih)

Kanada 2019, Regie: Xavier Dolan, mit Gabriel D’Almeida Freitas, Xavier Dolan, Pier-Luc Funk, Samuel Gauthier, Antoine Pilon, Adib Alkhalidey , 119 Min, Sprache: Originalfassung mit deutschen Untertiteln,

 

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Schwesterlein

Ein Film von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond

Neustart ab 05. November

Lisa, einst brillante Theaterautorin, schreibt nicht mehr. Sie lebt mit ihrer Familie in der Schweiz, doch ihr Herz ist in Berlin geblieben – bei ihrem Zwillingsbruder Sven, dem berühmten Bühnendarsteller. Seit dieser an einer aggressiven Leukämie erkrankt ist, sind die Geschwister noch enger verbunden. Lisa weigert sich, den Schicksalsschlag hinzunehmen und setzt alle Hebel in Bewegung, um Sven wieder auf die Bühne zu bringen. Er ist ihr Seelenverwandter, für den sie alles andere vernachlässigt. Selbst als ihre Ehe in Schieflage gerät, hat sie nur Augen für ihren Bruder, in dem sich ihre tiefsten Sehnsüchte spiegeln: Er weckt in ihr das Verlangen, wieder kreativ zu sein, sich lebendig zu fühlen. Mit Schwesterlein ist den Schweizer Regisseurinnen Stéphanie Chuat und Véronique Reymond ein aufwühlendes Drama gelungen, das sich voll und ganz auf seine überragenden Hauptdarsteller verlassen kann: Nina Hoss und Lars Eidinger verkörpern das innige Geschwisterpaar voller Glaubwürdigkeit und leidenschaftlicher Intensität .… (Quelle: Verleih)

Deutschlan 2020, 2019, Regie: Stéphanie Chuat und Véronique Reymo, mit Nina Hoss, Lars Eidinger, Marthe Keller , 101 Min, Sprache: Deutsch,

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Niemals Selten Manchmal Immer (OmdU)

Ein Film von Eliza Hittman

Neustart ab 29. Oktober

Originaltitel: Never Rarely Sometimes Always

Die 17jährige Autumn (Sidney Flanigan) arbeitet im ländlichen Pennsylvania als Supermarkt-Kassiererin, ihr Leben verläuft in wenig überraschenden Bahnen. Als sie bemerkt, dass sie ungewollt schwanger geworden ist, kann Autumn nicht mit der Unterstützung ihrer Eltern rechnen. Gemeinsam mit ihrer Cousine Skyler (Talia Ryder) kratzt sie ein wenig Geld zusammen und die beiden machen sich im Bus auf den Weg nach New York City. Im Gepäck haben sie nur die Adresse einer Klinik – und sonst keinen Plan. Der Beginn einer nervenaufreibenden Reise, getragen von Freundschaft, Mut und Mitgefühl.
NIEMALS SELTEN MANCHMAL IMMER von Regisseurin und Drehbuchautorin Eliza Hittman (It Felt Like Love, Beach Rats) zeichnet ein intimes und inniges Porträt zweier Teenager-Mädchen. In einem minimalistischen Stil auf 16mm von Kamerafrau Hélène Louvart gefilmt zeigt Regisseurin Eliza Hittman, wie Autumn die Entscheidungshoheit über ihren Körper und ihre Seele zurückgewinnen will.

USA, 2020, Regie: Eliza Hittman, mit Talia Ryder, Sidney Flanigan, Sharon Van Etten, Théodore Pellerin, Ryan Eggold, 101 Min, Sprache: Originalfassung, Englisch mit dt. Untertitel

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Schlingensief  – In das Schweigen hineinschreien

Neustart ab 22. Oktober

Mit seinen „Heimatfilmen“, seinen Aktionen und Interventionen in Theater, Fernsehen, Oper und Kunst hat der Regisseur Christoph Schlingensief über zwei Jahrzehnte den kulturellen und politischen Diskurs in Deutschland mitgeprägt.

„SCHLINGENSIEF – In das Schweigen hineinschreien“ von Bettina Böhler unternimmt als erster Film den Versuch, den Ausnahmekünstler Schlingensief, der 2010 im Alter von nur 49 Jahren verstarb, in seiner ganzen Bandbreite zu dokumentieren.

Der Fokus des Films ist Schlingensiefs Auseinandersetzung mit Deutschland.

Sein Verhältnis zu diesem Land war sehr widersprüchlich: einerseits verspürte er eine Verbundenheit mit den Menschen und Orten seiner Herkunft, seiner Kernfamilie und so etwas wie „Heimat“, andererseits rebellierte er gegen sie – auch gegen den Kleinbürger i n sich selbst – und provozierte bis hin zur Forderung „Tötet Helmut Kohl“ auf der documenta X 1997. Dass er 2004, am deutschesten Ort der Hochkultur, in Bayreuth Wagners Erlöser-Oper „Parsifal“ inszenieren durfte, und später die Einladung erhielt, den deutschen Pavillon der Biennale in Venedig zu gestalten, erfüllte ihn auch mit Stolz, weil er erkannte, dass die Hassliebe zu seinem Land doch noch mit Anerkennung erwidert wurde. (Quelle: Verleih)

Deutschland, 2020, Dokumentarfilm von Bettina Böhler, 124 Min,

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Eine Frau mit berauschenden Talenten (OmU)

Ein Film von Jean-Paul Salomé, Mathieu Thouvenot

Originaltitel: La daronne

Neustart ab 22. Oktober

Patience (Isabelle Huppert) ist selbstbewusst, unabhängig und vor allem schlagfertig. Nur bei ihren Finanzen ist Luft nach oben. Als Dolmetscherin im Drogendezernat übersetzt sie abgehörte Telefonate der Drogenszene und ist dafür massiv unterbezahlt. Als das kostspielige Pflegeheim ihrer Mutter wegen unbezahlter Rechnungen droht, die alte Dame auszuquartieren, gerät Patience unter Handlungsdruck. Der Zufall will es, dass gerade eine Drogenlieferung auf dem Weg nach Paris ist. Patience entscheidet sich spontan gegen die Ehrlichkeit und sabotiert die Beschlagnahmung der Drogen. In Eigenregie fahndet sie nach dem hochwertigen Hasch – und wird fündig.…(Quelle: Verleih)

Taiwan, Malaysia, Myanmar, 2019, Regie: Jean-Paul Salomé, mit Isabelle Huppert und Hippolyte Girardot, 104 Min, Sprache: Originalfassung, Französisch mit dt. Untertitel

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Persischstunde

Ein Film von Vadim Perelman

1942. Gilles, ein junger Belgier, wird zusammen mit anderen Juden von der SS verhaftet und in ein Lager nach Deutschland gebracht. Er entgeht der Exekution, indem er schwört, kein Jude, sondern Perser zu sein – eine Lüge, die ihn zunächst rettet. Doch dann wird Gilles mit einer unmöglichen Mission beauftragt: Er soll Farsi unterrichten. Offizier Koch, Leiter der Lagerküche, träumt nämlich davon, nach Kriegsende ein Restaurant im Iran zu eröffnen. Wort für Wort muss Gilles eine Sprache erfinden, die er nicht beherrscht. Als in der besonderen Beziehung zwischen den beiden Männern Eifersucht und Misstrauen aufkommen, wird Gilles schmerzhaft bewusst, dass jeder Fehltritt ihn auffliegen lassen könnte. (Quelle: Filmverleih)

Deutschland/ Russland, 2020, Regie: Vadim Perelman , mit Nahuel Pérez Biscayart, Lars Eidinger, Jonas Nay, Leonie Benesch, , 127 Min, Sprache: Original mit deutschen Untertitel

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Tenet

Ein Film von Christopher Nolan

Neustart ab 8. Oktober

Für den zielstrebigen Rookie (John David Washington) eröffnet sich nach einer lebensgefährlichen Mission eine neue Tür. Im Krankenhausbett erwachend, wird ihm bescheinigt, einen Test bestanden zu haben. Er ist nun Teil des „Jenseits“. Die Welt, die ihn jetzt erwartet, ist nicht weniger gefährlich. Ganz im Gegenteil: Zeitparadoxien, lebensgefährliche Verfolgungsjagden und Aufträge in luftiger Höhe erwarten ihn. Als Teil eines Teams (Robert Pattinson und Clémence Poésy) soll er an einer streng geheimen Mission arbeiten, über dessen wahren Hintergründe nur wenige Bescheid wissen. Angeblich geht es darum, den Dritten Weltkrieg zu verhindern, hinter dem sich jedoch nicht der nukleare Holocaust verbirgt, sondern ein weitaus schlimmeres Schicksal für die Menschheit… (Quelle: www.kino.de)

USA, 2020, Regie: Christopher Nolan, mit John David Washington, Robert Pattinson, Elizabeth Debicki, 150 Min, Sprache: Englisch mit deutschen Untertitel

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Body of Truth (OmU)

Ein Dokumentarfilm von Evelyn Schels

Mit Marina Abramović, Sigalit Landau,

Shirin Neshat und Katharina Sieverding

BODY OF TRUTH begleitet vier Künstlerinnen auf einer faszinierenden, emotionalen Reise durch ihre Biographien: die serbische Performance-Künstlerin Marina Abramović, die israelische Video- und Installationskünstlerin Sigalit Landau, die iranische Foto- und Film-Künstlerin Shirin Neshat und die deutsche Foto-Künstlerin Katharina Sieverding. Ihre Lebensgeschichten sind geprägt von gesellschaftlichen Konflikten und persönlichen Erfahrungen mit Krieg, Gewalt und Unterdrückung – die sie in Kunst verwandeln. Ihr Ausdrucksmittel ist das Persönlichste, was sie haben: ihr eigener Körper.

Dokumentarfilm; Deutschland/Schweiz 2019, Regie: Evelyn Schels , 96 Min, Sprache: Original mit dt. Untertitel

 

 

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Nina Wu

Originaltitel: Zhuo Ren Mi Mi

Ein Film von Midi Z

Neustart ab 01. Oktober

Ein hochmoderner Psycho-Thriller. Schauspielerin Nina Wu schlägt sich mit Nebenjobs durch. Doch eines Tages kommt der Anruf ihres Agenten, dass sie für eine wichtige Rolle im Film eines Regie-Stars vorsprechen soll. Wu bekommt die Rolle, aber seitdem plagen sie seltsame Halluzinationen. Diese Rolle ist eine besondere Herausforderung, nicht zuletzt, weil sie nackt auftritt und explizite Sexszenen gefordert sind und sich der Regisseur des Films zudem als sehr hart und fordernd erweist. Am Ende sind sich aber sowohl die Branche als auch die Presse sicher, dass das Ergebnis sensationell gut ist. Ein Triumph – dennoch beginnt Ninas Entschlossenheit zu bröckeln. …(Quelle: Verleih)

Taiwan, Malaysia, Myanmar, 2019, Regie: Midi Z, mit Wu Ke-Xi, Sung Yu-Hua. Hsia Yu-Chiao, 103 Min, Sprache: Originalfassung, Mandarin mit dt. Untertitel

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The Climb Ein Film von Michael Angelo Covino

Neustart ab 26. September

Kyle und Mike sind beste Freunde, die sich überaus nahestehen – bis Mike mit Kyles Verlobter schläft. Und das kurz vor der geplanten Hochzeit…

THE CLIMB ist ein Buddy-Movie über eine sehr turbulente Männerfreundschaft, die sich seit Jahren zwischen Freude, Herzschmerz, Wut und Versöhnung bewegt.

Eine zum Brüllen komische, zugleich nachdenkliche Nabelschau, die von den (fehlenden) Grenzen echter Freundschaft handelt.

USA 2019, Regie: Michael Angelo Covino, 97 Min, mit Michael Angelo Covino, Kyle Marvin, Gayle Rankin u.a., Sprache: Originalfassung, Englisch mit dt. Untertitel

 

 

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Corpus Christi Sünder. Prediger. Ein Geheimnis

Ein Film von Jan Komasa

Neustart ab 26. September

Ein junger Kleinkrimineller bringt als falscher Pfarrer eine kleine Gemeinde wieder auf Spur. Das polnische Drama basiert auf einer wahren Geschichte.

Corpus Christi ist die Geschichte des 20-jährigen Daniel, der während seines Aufenthalts in einem Jugendgefängnis eine spirituelle Transformation erlebt. Er möchte Priester werden. Dies ist jedoch aufgrund seiner Vorstrafen unmöglich. Als er zur Arbeit in eine Kleinstadt geschickt wird, verkleidet er sich bei seiner Ankunft als Priester und übernimmt versehentlich die örtliche Gemeinde. Durch die Ankunft des jungen, charismatischen Predigers verändert sich die Gemeinde zum positiven.

Corpus Christi wurde für den Oscar® 2020 als bester internationaler Spielfilm nominiert. (Quelle: Verleih)

Polen/ Frankreich, 2019, Regie: Jan Komasa, mit Bartosz Bielenia, Eliza Rycembel, Aleksandra Konieczna, 116 Min, Sprache: Originalfassung, polnisch mit dt. Untertitel

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Über die Unendlichkeit (OmU)

Ein Film von Roy Anderson

Neustart ab 25. September im filmRaum

Mit seinem neuen Film ÜBER DIE UNENDLICHKEIT fügt der vielfach ausgezeichnete Regisseur Roy Andersson seinem Werk ein neues Meisterwerk hinzu, ein filmisches Nachdenken über das menschliche Leben in all seiner Schönheit und Grausamkeit, seiner Pracht und seiner Einfachheit.

In ÜBER DIE UNENDLICHKEIT nimmt uns eine unverzagte Erzählerin an die Hand und lässt uns traumgleich umherschweifen. Scheinbar nichtige Augenblicke verdichten sich zu intensiven Zeit-Bildern und stehen auf Augenhöhe mit historischen Ereignissen: Ein Liebespaar schwebt über das vom Krieg zerfressene Köln; auf dem Weg zu einem Kindergeburtstag muss ein Vater mitten in einem Wolkenbruch seiner Tochter die Schuhe binden; junge Mädchen beginnen einen Tanz vor einem Café und eine geschlagene Armee marschiert mutlos zu einem Gefangenenlager.

Schweden, Deutschland, Norwegen 2019, Regie: Roy Anderson , mit Martin Serner, Tatiana Delaunay, Anders Hellström , 78 Min, Sprache: Original mit dt. Untertitel

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Neustart ab 24. September: Futur Drei

Uns gehört die Welt!

Ein Film von Faraz Shariat

Frei sein, Party machen. Das will Parvis, Sohn iranischer Einwanderer. Knapp 30 Jahre ist es her, dass seine Eltern während der Islamischen Revolution nach Deutschland geflohen sind. Weil es sich ohne Job oder Studienplatz einfach besser auf der Tasche der Eltern lebt, wohnt Parvis immer noch im bescheidenen niedersächsischen Heimatkaff Hildesheim und versucht, dem Provinzleben durch Popkultur, Grindr-Dates und Raves zu entfliehen. Nach einem Ladendiebstahl leistet er Sozialstunden als Übersetzer in einer Unterkunft für geflüchtete Menschen. Dort trifft er auf das charismatische Geschwisterpaar Banafshe und Amon. Zwischen ihnen entwickelt sich eine fragile Dreierbeziehung…

Deutschland, 2020, Regie: Faraz Shariat, mit Benjamin Radjaipour, Banafshe Hourmazadi, Eidin Jalali , 92 Min, Sprache: Originalfassung (Deutsch und Farsi) teilweise mit dt. Untertitel

 

 

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Auf der Couch in Tunis

Ein Film von Manele Labidi

Die Psychologin Selma (Golshifteh Farahani) hat einen wahnwitzigen Plan: Sie will in ihr Heimatland Tunesien zurückkehren, um dort eine Praxis für Psychotherapie zu eröffnen. Das Vorhaben der selbstbewussten Französin stößt erst einmal auf Skepsis und Widerstand – aber auch auf sehr großes Interesse. Denn der Redebedarf der tunesischen Bevölkerung ist in den Jahren nach der Revolution enorm. Weil die bürokratischen Mühlen langsam mahlen, empfängt Selma ihre gesprächigen Kunden auf dem Dach eines Wohnhauses in Tunis. Die Kuriositäten und bunten Charaktere der alten Heimat begegnen ihr jedoch längst nicht nur in den therapeutischen Sitzungen…

Frankreich 2019 Regie: Manele Labidi mit Golshifteh Farahani , Majd Mastoura, Aïcha Ben Miled, 88 Min, Sprache: Original mit dt. Untertitel

 

 

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LETsDOK

deutschlandweiter Dokumentarfilmtag

Am 19. September 2020 ist es soweit! Überall in Deutschland wird der Dokumentarfilm gefeiert:

Jenseits des Sichtbaren – Hilma af Klint

Ein Film von Halina Dyrschka

19. September 2020

18:30 Uhr

Die Kunstwelt macht eine sensationelle Entdeckung – nur 100 Jahre zu spät. 1906 malt Hilma af Klint ihr erstes abstraktes Bild, lange vor Kandinsky, Mondrian oder Malewitsch. Insgesamt erschafft sie über 1500 abstrakte Gemälde, die der Nachwelt Jahrzehnte verborgen bleiben. Wie kann es sein, dass eine Frau Anfang des 20. Jahrhunderts die abstrakte Malerei begründet und niemand davon Notiz nimmt? ….

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Weißer, weißer Tag (OmU)

Neustart ab 19. März im filmRaum

Ein Film von Hylnur Pálmason

Alle Vorstellungen im Original mit deutschen Untertitel

Island, ein alleinstehendes Haus an einem abgeschiedenen Ort in betörend schöner Landschaft. Ein ehemaliger Polizist, dessen Frau vor kurzem bei einem Autounfall ums Leben kam verdächtigt einen Mann, eine Affäre mit seiner verstorbenen Frau gehabt zu haben. Seine obsessiven Nachforschungen stellen die Beziehungen zu seinen Nächsten – insbesondere zu seiner geliebten Enkelin – zusehends auf die Probe.
Meteorologische Ereignisse – wunderschön fotografiert von Maria von Hausswolff – spiegeln eindrücklich die seelischen Stürme der Hauptfigur wider. Hlynur Pálmason empfiehlt sich nach seinem preisgekrönten Erstlingsfilm WINTER BROTHER erneut als visionärer Regisseur.

Island, Dänemark, Schweden, 2019, Regie: Hylnur Pálmason mit Ingvar E. Siguròsson, Ída Mekkín Hlynsdóttir, Hilmir Guònason, Björn Ingi Hilmarssons, 109 Min, Sprache: Original mit dt. Untertitel

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La Gomera (OmU)

Ein Film von Corneliu Porumboiu

Neustart ab 12. März im filmRaum

alle aktuellen Spielzeiten auf unserer Website

Alle Vorstellungen im Original mit deutschen Untertitel

Der Polizist Cristi (Vlad Ivanov) lässt sich mit der Mafia ein und fliegt auf. Nun folgen ihm verdeckte Ermittler auf Schritt und Tritt und hören seine Wohnung ab. Daher gibt sich die schöne Gilda (Catrinel Marlon) als seine Geliebte aus und drängt ihn zu einer Reise nach La Gomera. Cristi soll die geheime Pfeifsprache der Inselbewohner lernen, damit er trotz Überwachung mit der Gaunerbande kommunizieren kann. Pfeifend versuchen sie den Matratzenfabrikanten Zsolt (Sabin Tambrea) aus dem Gefängnis zu befreien, denn der ist der einzige, der weiß, wo die 30 Millionen des letzten Coups versteckt sind. Doch alle Beteiligten spielen ein doppeltes Spiel und bald geraten die Ereignisse außer Kontrolle.

Rumänien, Frankreich, Deutschland 2019 , Regie: Corneliu Porumboiu , mit Vlad Ivanov, Catrinel Marlon, Rodica Lazar, Sabin Tambrea , 98 Min, Sprache: Original mit dt. Untertitel

 

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Jenseits des Sichtbaren – Hilma af Klint (OmU)

Ein Film von Halina Dyrschka

Neustart ab 10. März im filmRaum

alle aktuellen Spielzeiten auf unserer Website

Alle Vorstellungen im Original mit deutschen Untertitel

Wie kann es sein, daß eine Frau Anfang des 20. Jahrhunderts die abstrakte Malerei begründet und niemand nimmt Notiz? Verkannt und verschwiegen, erschüttert Hilma af Klint die Kunstwelt mit ihrem überwältigenden Werk.Die Kunstwelt macht eine sensationelle Entdeckung – nur 100 Jahre zu spät. 1906, malte Hilma af Klint ihr erstes abstraktes Bild, lange vor Kandinsky, Mondrian oder Malewitsch. Sie schuf über 1500 abstrakte Gemälde, die der Nachwelt bis heute verborgen blieben. Wie kann es sein, daß eine Frau Anfang des 20. Jahrhunderts die abstrakte Malerei begründet und niemand nimmt Notiz?

Die cineastische Annäherung an eine Pionierin, deren sinnliches Oeuvre nicht nur künstlerisch fasziniert, zeigt eine lebenslange Sinnsuche, die das Leben jenseits des Sichtbaren erfassen will.

Dokumentarfilm; Deutschland 2018, Regie: Halina Dyrschka , 94 Min, Sprache: Deutsch/Englisch/Schwedisch mit dt. Untertitel

 

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Tommaso und der Tanz der Geister (OmU)

Ein Film von Abel Ferrara

Neustart ab 05. März im filmRaum

Tommaso lebt mit seiner Frau Nikki und seiner dreijährigen Tochter in Rom. Für den amerikanischen Künstler, der stets nur den Ausnahmezustand kannte, ist das Familienleben wie das Atmen auf einem fremden Planeten. Vom Leben am Limit und dem unkonventionellen Hedonismus des Künstler-Egos wollte sich Tommaso lösen und als Ehemann und Vater glücklich werden. Doch dafür muss er neu justieren, wie wichtig er sich selbst und seine Ambitionen nehmen möchte. Fernab von der Heimat und jenseits der Verantwortungslosigkeit, die das Künstlerleben erlaubt, stehen jetzt Italienischkurse, Yoga-Stunden und Spielplatz auf dem Programm. Der familiäre Takt schlägt einen neuen Rhythmus an: Einkaufszettel, Kochpläne, Schlafenszeiten, Beziehungsprobleme…..

Italien, UK, USA, 2019, Regie: Abel Ferrara, mit Willem Dafoe:, Anna Ferrara, Cristina Chiriac. 115 Min, Sprache: Original mit dt. Untertitel

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Intrige (OmU) Ein Film von Roman Polanski

Neustart ab 05. März im filmRaum

Am 5. Januar 1895 wird der junge jüdische Offizier Alfred Dreyfus wegen Hochverrats in einer erniedrigenden Zeremonie degradiert und zu lebenslanger Haft auf die Teufelsinsel im Atlantik verbannt. Zeuge dieser Entehrung ist Marie-Georges Picquart, der kurz darauf zum Geheimdienstchef der Abteilung befördert wird, die Dreyfus der angeblichen Spionage überführte. Anfänglich überzeugt von dessen Schuld kommen Picquart Zweifel, als weiterhin militärische Geheimnisse an die Deutschen verraten werden. Doch seine Vorgesetzten weisen ihn an, die Sache unter den Tisch fallen zu lassen. Entgegen seines Befehls ermittelt er weiter und gerät in ein gefährliches Labyrinth aus Verrat und Korruption, das nicht nur seine Ehre, sondern auch sein Leben in Gefahr bringt.

Frankreich, Italien 2019, Regie: Roman Polanski mit Jean Dujardin, Louis Garrel, Emmanuelle Seigner, Grégory Gadebois, 132 Min, Sprache: Original mit dt. Untertitel

 

 

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Little Women (OmU)
Ein Film von Greta Gerwig,

Vier junge Frauen im Amerika Mitte des 19. Jahrhunderts, die ihr Leben selbstbestimmt nach eigenen Vorstellungen gestalten wollen und dabei teils große gesellschaftliche
Hindernisse überwinden: LITTLE WOMEN folgt den unterschiedlichen Lebenswegen der March-Schwestern Jo (Saoirse Ronan), Meg (Emma Watson), Amy (Florence
Pugh) und Beth (Eliza Scanlen) zu einer Zeit, in der die Möglichkeiten für Frauen begrenzt waren.

USA, 2019, Regie: Greta Gerwig mit Saoirse Ronan, Emma Watson, Florence Pugh,
135 Min, Sprache: Englisch mit dt. Untertitel

 

 

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Sorry we missed you (OmU)

Ein Film von Ken Loach

Ricky, Abby und ihre zwei Kinder leben in Newcastle. Sie sind eine starke, liebevolleFamilie, in der jeder für den anderen einsteht. Während Ricky sich mitGelegenheitsjobs durchschlägt, arbeitet Abby als Altenpflegerin. Egal, wie sehr die beiden sich jedoch anstrengen, wissen sie, dass sie niemals unabhängig sein oder ihr eigenes Haus haben werden. Doch dann heißt es: Jetzt oder nie! Dank der digitalen Revolution bietet sich Ricky die Gelegenheit! Abby und er setzen alles auf eine Karte. Sie verkauft ihr Auto, damit Ricky sich einen Lieferwagen leisten und als selbständiger Kurierfahrer durchstarten kann. Die Zukunft scheint verlockend. Doch

der Preis für Rickys Selbstständigkeit erweist sich als wesentlich höher als gedacht. Die Familie muss enger zusammenrücken und um ihren Zusammenhalt kämpfen.

Großbritannien, Frankreich, Belgien 2018, Regie: Ken Loach mit Kris Hitchen, Debbie Honeywood, Rhys Stone, 100 Min, Sprache: Original mit dt. Untertitel

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VARDA PAR AGNÈS (OmU)

Dokumentarfilm von Agnès Varda

Agnès Vardas letztes Werk – ein filmisches Selbstportrait und eine sympathische und weise Lektion darüber, was im Leben und beim Filmemachen wichtig ist.

Ein kreatives Leben voller Begegnungen.

VARDA PAR AGNÈS kreist um ihr Schaffen als Filmemacherin, Fotografin und Installationskünstlerin. Dabei wagt sie assoziative Zeitsprünge und erzählt anekdotenreich und klug, so dass der Film auch für Zuschauer unterhaltsam bleibt, die mit ihren Werken nicht vertraut sind. Wie in ihrem vorletzten Film „Augenblicke:

Gesichter einer Reise“ wird auch in VARDA PAR AGNÈS in den vielzähligen Begegnungen mit anderen Menschen deutlich, was Agnès Varda war und ist, eine große Erzählerin des Lebens.

Frankreich 2018 Regie: Agnès Vardas 118 Min, Sprache: Französisch mit dt. Untertitel

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Die Wütenden – Les misérables (OmU)

Ein Filmvon Ladj Ly

Es brennt in den Vorstädten … Schon bei seinem ersten Einsatz spürt der Polizist Stéphane, der Neuling in der Einheit für Verbrechensbekämpfung in Montfermeil, die Spannungen im Viertel, in dem es immer wieder zu hitzigen Auseinandersetzungen zwischen Gangs und Polizei kommt. Seine erfahrenen Kollegen Chris und Gwada, mit denen er Streife fährt, haben ihre Methoden den Gesetzen der Straße angepasst. Hier herrschen eigene Regeln, die Kollegen überschreiten selbst die Grenzen des Legalen, sehen sich dabei aber stets im Recht. Als im Viertel ein Löwenbaby, lebendes Maskottchen eines Clan-Chefs, gestohlen wird, droht die Situation zu eskalieren. Bei der versuchten Verhaftung eines jugendlichen Verdächtigen werden die Polizisten mit Hilfe einer Drohne gefilmt. Ihr fragwürdiges Vorgehen droht öffentlich zu werden, und aus den Gesetzeshütern werden plötzlich Gejagte…

Frankreich 2019 Regie: Ladj Ly, mit Damien Bonnard, Alexis Manenti, Djebril Zonga, Issa Perica, Al-Hassan Ly, Steve Tientcheu, Jeanne Balibar, 102 Min, Sprache: Französisch mit dt. Untertitel

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Knives Out – Mord ist Familiensache (OmU)

Ein Film von Rian Johnson

Neustart ab 06. Februar im filmRaum

Alle Vorstellungen im Original mit deutschen UntertitelKnives Out . Mord ist Familiensache

Harlan Thrombey (Christopher Plummer) ist tot! Und nicht nur das – der renommierte Krimiautor und Familienpatriarch wurde auf der Feier zu seinem 85. Geburtstag umgebracht. Doch natürlich wollen weder die versammelte exzentrische Verwandtschaft noch das treu ergebene Hauspersonal etwas gesehen haben. Ein Fall für Benoit Blanc (Daniel Craig)! Der lässig-elegante Kommissar beginnt seine Ermittlungen und während sich sämtliche anwesenden Gäste alles andere als kooperativ zeigen, spitzt sich die Lage zu und das Misstrauen untereinander wächst. Ein komplexes Netz aus Lügen, falschen Fährten und Ablenkungsmanövern muss durchkämmt werden, um die Wahrheit hinter Thrombeys vorzeitigem Tod zu enthüllen. (Quelle: Verleih)

Komödie: USA 2019 Regie: Rian Johnson, Daniel Craig, Chris Evans, Jamie Lee Curtis, Toni Collette 130 Min, Sprache: Englisch mit dt. Untertitel

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Crescendo #makemusicnotwar (OmU)

Ein Film von Dror Zahavi

Neustart ab 06. Februar im filmRaum

Alle Vorstellungen im Original mit deutschen Untertitel

Crescendo #makemusicnotwar Out

Im Rahmen von Friedensverhandlungen zwischen Diplomaten aus Israel und Palästina soll in Südtirol ein Konzert eines Jugendorchesters junger Palästinenser und Israelis unter massiven Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Die Jugendlichen wollen die Friedensbemühungen, die in ihrem Mikrokosmos bereits gefruchtet haben, nicht aufgeben und sehen nach und nach im gemeinsamen Zueinanderfinden und Musizieren einen ersten Weg zur Überbrückung von Hass, Intoleranz und Terror. Hat die Musik die Kraft, trotz der vielen Herausforderungen und Hindernisse Brücken zwischen den jungen Menschen verschiedener Religionen und verhasster Nationalitäten zu bauen?

Drama: Deutschland 2019 Regie: Dror Zahavi , mit Peter Simonischek, Bibiana Beglau , Daniel Donskoy 102 Min, Original (Deutsch, Arabisch, Hebräisch, Englisch) mit deutschen Untertitel

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Miles Davis: Birth of the Cool (OmU)

Dokumentarfilm von Stanley Nelson

Neustart ab 01. Februar im filmRaum

Miles Davis: Birth of the Cool

Trompeter, Bandleader, Innovator. Elegant, intellektuell, genial und immer wieder auch kontrovers. Ein Mann, der für einen Sound steht, so wundervoll, dass er einem das Herz brechen kann. MILES DAVIS – BIRTH OF THE COOL erzählt von Leben und Karriere eines musikalischen Ausnahmetalents und einer kulturellen Ikone. Ein wahrer Visionär, der in kein Schema passt und dabei eines absolut verkörperte: Coolness.
Regisseur Stanley Nelson („The Black Panthers: Vanguard of the Revolution“, Emmy®-Award-Gewinner für „Freedom Riders“), einer der führenden Chronisten afro-amerikanischer Geschichte, schuf mit MILES DAVIS – BIRTH OF THE COOL eine Dokumentation, die den Zuschauer hautnah am Sound und an der Persönlichkeit eines der einflussreichsten Jazzmusiker des 20. Jahrhunderts teilhaben lässt – dank bisher unveröffentlichter Archivaufnahmen, Studio Outtakes und seltenen Fotomaterials. Interviews mit Musikern wie u.a. Wayne Shorter, Quincy Jones, Juliette Gréco, Carlos Santana, Marcus Miller und Herbie Hancock geben weitere spannende Einblicke in das Leben und Wirken von Miles Davis.
(Quelle: Verleih)

Dokumentarfilm: USA 2019 Regie: Stanley Nelson, 114 Min, Sprache: Englisch mit dt. Untertitel

 

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Vom Giessen des Zitronenbaums (OmU)

Ein Film von Elia Suleiman

Neustart ab 30. Januar 2020 im filmRaum

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Vom Giessen des Zitronenbaums

Der Künstler Elia kommt aus Nazareth und muss sich über Land und Leute doch sehr wundern. Schon der eigene Garten und seine Zitronenbäume sind vor den Begehrlichkeiten der Nachbarn nicht sicher. Bald bricht Elia auf, um anderswo heimisch zu werden und die seltsame Einsamkeit des kopfschüttelnden Beobachters hinter sich zu lassen. Er geht in jene Länder, wo die Frauen frei sind und die Kunst so schön tolerant, wo die Parks öffentlich sind und niemand nachbarliche Zitronen stiehlt. Elia wird zum Kundschafter in den westlichsten Metropolen, Paris und New York. Auf seinen Streifzügen durch die Räume des Urbanen gerät er zwischen aggressive Parkbesucher, ferngesteuerte Touristen, rollende Polizisten und bis an die Zähne bewaffnete Spaziergänger. Erneut muss sich Elia wundern, doch aus dem Wundern wird bald ein nur zu bekanntes Befremden. Auch hier ist die Welt aus den Fugen geraten, haust ein Schrecken in den Begegnungen. Immer kleiner wird die Mimik dessen, der als Heimatsuchender ankam und zur Teilnahmslosigkeit verurteilt ist. Und immer größer wird das Ausmaß des Absurden, das zu unserer Normalität geworden ist. Bleibt am Ende nur die Freundschaft mit einem kleinen, frechen Vogel? Elia kehrt zu seinem Garten in Nazareth zurück und muss sich abermals wundern: über einen liebevoll gepflegten und gedeihenden Zitronenbaum. (Quelle: Verleih)

Spielfilm, Frankreich, Deutschland, Kanada, Türkei, Palästina 2019, 97 Minuten, Regie: Elia Suleiman, mit Elia Suleiman, Tarik Kopti, Kareem GHNEIM, George Khleifi, Ali Suliman, Sprache: Original mit dt. Untertitel,

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The Peanut Butter Falcon (OmU)

Ein Film von Tyler Nilson , Michael Schwartz

Neustart ab 23. Januar 2020 im filmRaum

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The Peanut Butter Falcon

Der 22-jährige Zak (Zack Gottsagen) will raus! Raus aus dem Altenheim, in das er wegen seines Down-Syndroms gesteckt wurde. Aber seine Betreuerin Eleanor (Dakota Johnson) weiß die Fluchtpläne ihres Schützlings immer wieder zu durchkreuzen. Angetrieben von seinem großen Traum, Profi-Wrestler zu werden, gelingt Zak eines Nachts doch noch der Ausbruch. Nur mit einer Unterhose bekleidet, stürzt er sich ins größte Abenteuer seines Lebens. Dabei trifft Zack auf den zwielichtigen Tyler (Shia LaBoeuf), der selbst auf der Flucht vor rachsüchtigen Fischern ist und eigentlich keine Klette am Bein gebrauchen kann. Doch schon bald werden aus den beiden ungleichen Männern echte Freunde, die ihre Reise gemeinsam auf einem selbstgebauten Floss fortsetzen wollen. Unverhofft bekommen sie Gesellschaft von Eleanor, die Zak gefolgt ist und ihn unbedingt ins Heim zurückbringen will. Und auch die Fischer sind dem ungewöhnlichen Gespann schon dicht auf den Fersen…  (Quelle: Verleih)

USA, 2019, Abenteuer, Drama, Komödie, 93 Minuten, Regie: Tyler Nilson , Michael Schwartz , mit Shia LaBeouf, Dakota Johnson, Zachary Gottsagen Sprache: Englisch mit dt. Untertitel,

 

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Neustart ab 23. Januar 2020 im filmRaum

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Alkohol — Der Globale Rausch

Alkohol: Kein Stoff der Welt ist uns so vertraut und in seiner Wirkung so unglaublich vielfältig. Man bekommt ihn überall und das kleine Molekül ist in der Lage, sämtliche 200 Milliarden Neuronen eines menschlichen Gehirns völlig unterschiedlich zu beeinflussen. Doch kaum jemand bezeichnet Alkohol trotz seiner psychoaktiven und Zellen zerstörenden Wirkung als Droge. Aber warum lassen wir den Tod von jährlich drei Millionen Menschen einfach so zu? Verschließen wir seit Jahrtausenden die Augen vor den Gefahren und Risiken? Welche Rolle spielt die mächtige Alkoholwirtschaft mit einem Jahresumsatz von 1,2 Billionen Euro bei dieser konsequenten Verschleierung?

Der Autor, der auch selbst gern ein Glas trinkt, sucht Antworten auf die Fragen, warum wir überhaupt trinken, was Alkohol mit uns macht und wie stark die Industrie Gesellschaft und Politik beeinflussen. Er reist um die Welt von Deutschland über England nach Nigeria, um die aggressiven Handelspraktiken der globalen Alkoholindustrie aufzudecken, die in neuen Märkten mit allen Mitteln Wachstum sucht. Und er besucht Island, das die Kehrtwende geschafft hat: Wo vor 20 Jahren Horden von Betrunkenen durch die Straßen zogen, meistern dort heute die jungen Menschen das Bedürfnis nach Entspannung und Lebensdoping ohne Alkohol.
Der Film erhebt keinen Zeigefinger, wird aber die Trinkgewohnheiten jedes Zuschauers nachhaltig verändern. (Quelle: Verleih)

Dokumentarfilm: Deutschland 2019 Regie: Andreas Pichler, 87 Min, Sprache: Englisch mit dt. Untertitel

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Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Ein Film von Caroline Link

Neustart ab 16. Januar 2020 im filmRaum

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Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Berlin, 1933: Anna ist erst neun Jahre alt, als sich ihr Leben von Grund auf ändert: Um den Nazis zu entkommen, muss ihr Vater nach Zürich fliehen; seine Familie folgt ihm kurze Zeit später. Anna lässt alles zurück, auch ihr geliebtes rosa Stoffkaninchen, und muss sich in der Fremde einem neuen Leben voller Herausforderungen und Entbehrungen stellen.
Eine berührende Geschichte über Zusammenhalt, Zuversicht und darüber, was es heißt, eine Familie zu sein – einfühlsam inszeniert von Oscar®-Preisträgerin Caroline Link … (Quelle: Verleih)

Deutschland, 2019, 119 Minuten, Regie: Caroline Link, mit Riva Krymalowski, Oliver Masucci, Carla Juri, Marinus Hohmann, Justus von Dohnányi, Sprache: Deutsch, FSK 0

 

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Alles ausser gewöhnlich (OmU)

Ein Film von Eric Toledano, Olivier Nakache

Neustart ab 09. Januar 2020 im filmRaum

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Alles ausser gewöhnlich

Bruno (Vincent Cassel) und Malik (Reda Kateb) sind nicht nur beste Freunde, sie haben auch einen ähnlichen Job: Beide sind aufopferungsvolle Helden des Alltags und arbeiten in Einrichtungen, in denen Jugendliche mit Autismus betreut werden. Jeder kann einen Beitrag leisten, um die Gesellschaft etwas menschlicher zu machen, das ist ihr Motto. Es gibt unglaublich viel zu tun, dennoch will das zuständige Ministerium prüfen lassen, ob nicht Stellen gestrichen oder die Einrichtungen gar geschlossen werden sollen. Und das, obwohl die Not ohnehin schon groß ist und Autisten, deren Betreuung besonders viel Geld kosten würde, oft abgewiesen werden und zusehen müssen, wie sie alleine zurechtkommen. Bruno und Malik setzen alles daran, das zu verhindern, und gleichzeitig den sowieso schon anstrengenden Betrieb am Laufen zu halten… In ihrem Herzensprojekt, der französischen Komödie ALLES AUSSER GEWÖHNLICH geben Eric Toledano und Olivier Nakache zwei Helden des Alltags eine Bühne, die unter Beweis stellen, dass jeder Einzelne von uns seinen Beitrag dazu leisten kann, unsere Gesellschaft menschlicher zu machen (Quelle: Verleih)

Frankreich, 2019, 115 Minuten, Regie: Eric Toledano, Olivier Nakache, mit Vincent Cassel, Reda Kateb, Hélène Vincent Sprache: Französisch mit dt. Untertitel,

 

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Die schönste Zeit unseres Lebens (OmU)

Ein Film von Nicolas Bedos

Neustart ab 09. Januar 2020 im filmRaum

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Die schönste Zeit unseres Lebens

„So kann es mit den Eltern einfach nicht weitergehen!“, denkt sich Maxime (Michaël Cohen). Sein Vater Victor (Daniel Auteuil) wird zunehmend zu einer Nervensäge, die mit sich, der Welt und dem Alter über Kreuz liegt. Seine Frau Marianne (Fanny Ardant) ist das genaue Gegenteil. Victors ewige schlechte Laune wird ihr schließlich zu viel. Sie setzt ihn kurzerhand vor die Tür. Victor braucht definitiv Hilfe! Und Maxime hat eine Idee. Sein Freund Antoine (Guillaume Canet) hat eine Firma, „Time Travellers“, die gut betuchten Kunden ermöglicht, in einem raffiniert eingerichteten Filmstudio in eine Zeit ihrer Wahl zu reisen. Victor willigt ein. Er entscheidet sich für das Jahr 1974, den exakten Tag, an dem er sich in seine Frau Marianne verliebt hatte. Anfangs skeptisch, lässt er sich immer mehr in den Bann der Erinnerungen ziehen. Und die Kulisse aus Neonlichtern, Schlaghosen und Zigarettenrauch wird zu einer Reise, in der die betörende Schauspielerin Margot (Doria Tillier) die Grenze zwischen damals und heute verschwimmen lässt … (Quelle: Verleih)

Frankreich, 2019, 116 Minuten, Regie: Nicolas Bedos, mit Daniel Auteuil Guillaume Canet Doria Tillier Fanny Ardant, Sprache: Französisch mit dt. Untertitel, FSK 12

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Land des Honigs (OmU)

Dokumentarfilm von Tamara Kotevska, Ljubomir Stefanov

Neustart ab 03. Januar 2020 im filmRaum

Land des Honigs

In einem entlegenen mazedonischen Dorf steigt Hatidze, eine etwa 50-jährige Frau, täglich einen Berghang hinauf. Sie macht sich auf den Weg zu ihren zwischen den Felsspalten lebenden Bienenvölkern. Ohne Gesichts- oder Handschutz entnimmt sie sanft die Honigwaben und singt dabei ein uraltes Lied. Zurück auf ihrem Bauernhof kümmert sich Hatidze um ihre handgemachten Bienenkörbe und ihre bettlägerige Mutter. Gelegentlich fährt sie in die Hauptstadt, um ihren Honig und die Körbe zu verkaufen. Eines Tages lässt sich eine Nomadenfamilie auf dem Nachbargrundstück nieder und in Hatidzes beschauliches Bienenkönigreich ziehen schallende Motoren, sieben kreischende Kinder und 150 Kühe ein.
Doch Hatidze freut sich über die neue Gesellschaft und lässt weder sich noch ihre bewährte Imkerei oder ihre Zuneigung zu den Tieren stören. Doch bald trifft Hussein, das Oberhaupt der zugezogenen Familie, Entscheidungen, die Hatidzes Lebensweise für immer zerstören könnten.
Wie kaum ein anderer Dokumentarfilm erzählt LAND DES HONIGS eine grandiose und wahrhaftige Naturgeschichte. Mit den Mitteln filmischer Poesie stellen die Regisseure die Biene ins Epizentrum eines fundamentalen Widerspruchs unserer Zeit. LAND DES HONIGS spürt den Veränderungen nach, die sich in die Beziehung zwischen Mensch und Biene eingeschlichen und damit unser aller Welt für immer verändert haben.

(Quelle: Verleih)

Dokumentarfilm: USA 2018 Regie: Tamara Kotevska, Ljubomir Stefanov, Darsteller: Hatidze Muratova, Nazife Mur

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A Rainy Day in New York (OmU)

Ein Film von Woody Allen

Neustart ab 02. Januar 2020 im filmRaum

alle aktuellen Termine auf unsere Website

A Rainy Day in New York

A RAINY DAY IN NEW YORK ist eine Liebeserklärung an das alte New York, ein so nostalgisches wie romantisches Portrait der Stadt der Städte – und eine Liebesgeschichte, in der Woody Allen einen liebevollen Blick auf die kleinen und großen Wunder und Katastrophen des Lebens wirft.

Mit seiner College-Liebe Ashleigh (Elle Fanning) plant Gatsby (Timothée Chalamet) ein romantisches Wochenende in New York. Ashleigh soll für die College-Zeitung den berühmten Regisseur Roland Pollard (Liev Schreiber) interviewen, in der verbleibenden Zeit möchte Gatsby ihr seine Stadt zeigen – und das ist vor allem das alte New York mit Klassikern wie der Bemelmans Bar und einer Kutschfahrt durch den Central Park. Doch Ashleigh wird von Roland Pollard nach dem Interview zu einem Screening seines neuesten Films eingeladen. Während sie mit ihm, seinem Drehbuchautor Ted Davidoff (Jude Law) und dem gefeierten Filmstar Francisco Vega (Diego Luna) von einer unerwarteten Situation in die nächste schlittert, muss sie Gatsby immer wieder vertrösten. Auf sich allein gestellt lässt dieser sich im Regen durch die Straßen New Yorks treiben. Und trifft dabei nicht nur auf Chan (Selena Gomez), die schlagfertige jüngere Schwester seiner Ex-Freundin, er hat auch ein Gespräch mit seiner Mutter (Cherry Jones), das für ihn alles verändert. So ist am Ende eines regnerischen Tages für beide, Gatsby und Ashleigh, nichts mehr so, wie sie es zuvor erwartet hatten…
Als Gatsby, gebürtiger New Yorker aus reichem Hause, beweist Timothée Chalamet (Call Me By Your Name, Beautiful Boy) einmal mehr sein Ausnahmetalent, als seine Freundin Ashleigh, die aus Arizona stammt und lange nicht so weltgewandt ist wie Gatsby sich zumindest gibt, begeistert Elle Fanning (Die Verführten, Mary Shelley). (Quelle: Verleih)

USA, 2019, 92 Minuten, Regie: Woody Allen, mit Elle Fanning, Timothée Chalamet, Liev Schreiber, Jude Law, Sprache: Englisch mit dt. Untertitel,

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Aretha Franklin: Amazing Grace (OmU)

Ein Film von Alan Elliott, Sydney Pollack

 

ARETHA FRANKLIN: AMAZING GRACE

1972 steht Aretha Franklin im Zenit ihrer Karriere. Doch nach 20 Studioalben inklusive elf Nummer-eins-Hits beschließt die Queen of Soul zu ihren musikalischen Wurzeln zurückzukehren: In der Missionary Baptist Church in Watts, Los Angeles, gibt sie zusammen mit dem Southern California Community Choir und der Gospellegende Reverend James Cleveland ein Konzert und lässt einen Mitschnitt für das Album aufnehmen. Das Ergebnis „Amazing Grace“ ist bis heute das meistverkaufte Gospelalbum aller Zeiten. Festgehalten wurde das Konzert von einem Filmteam unter der Regie von Sydney Pollack. Aufgrund technischer und juristischer Schwierigkeiten wurden die Aufnahmen jedoch nie öffentlich gezeigt. Erst jetzt, 47 Jahre später, erstrahlt der Film erstmals auf der großen Leinwand. (Quelle: Verleih)

Dokumentarfilm: USA 2018 Regie: Alan Elliott, Sydney Pollack , Darsteller: Aretha Franklin,, James Cleveland, Southern California Community Choir, Alexander Hamilton, C.L. Franklin, Mick Jagger 89 Min, Sprache: Englisch mit dt. Untertitel

 

 

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Parasite (OmU)

Ein Film von Bong Joon Ho

Alle Vorstellung im Original mit deutschen Untertitel

Parasite

Familie Kim ist ganz unten angekommen: Vater, Mutter, Sohn und Tochter hausen in einem grünlich-schummrigen Keller, kriechen für kostenloses W-LAN in jeden Winkel und sind sich für keinen Aushilfsjob zu schade. Erst als der Jüngste eine Anstellung als Nachhilfelehrer in der todschicken Villa der Familie Park antritt, steigen die Kims ein ins Karussell der Klassenkämpfe. Mit findigen Tricksereien, bemerkenswertem Talent und großem Mannschaftsgeist gelingt es ihnen, die bisherigen Bediensteten der Familie Park nach und nach loszuwerden. Bald schon sind die Kims unverzichtbar für ihre neuen Herrschaften. Doch dann löst ein unerwarteter Zwischenfall eine Kette von Ereignissen aus, die so unvorhersehbar wie unfassbar sind.

Der Gewinner der Goldenen Palme von Cannes hält, was dieser Preis verspricht: großes Kino mit größtmöglicher Spannung. Der gefeierte koreanische Regisseur Bong Joon Ho liefert mit PARASITE eine scharfe Satire mit viel bösem Humor und Lust an der radikalen Zuspitzung der Verhältnisse.

Mit seiner brillanten Gesellschaftskritik ist Bong Joon Ho ein gewaltiges, in spektakulären Bildern erzähltes Meisterwerk gelungen, das bereits jetzt Filmgeschichte geschrieben hat. (Quelle: Verleih)

Südkorea, 2019, 131 Minuten, Schwarze Komödie, Regie: Bong Joon Ho, mit Song Kang Ho, Choi Woo Shik, Park So Dam, Sprache: Original mit dt. Untertitel,