33. Internationales KurzFilmFestival Hamburg #Deutscher Wettbewerb

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33. Internationales KurzFilmFestival Hamburg

Deutscher Wettbewerb

Deutscher Wettbewerb

Dieser Wettbewerb lenkt den Blick auf neue Kurzfilme aus Deutschland und gibt einen Überblick über aktuelle Themen sowie ästhetische und technische Tendenzen. Hier bietet sich die Möglichkeit, neue Talente zu entdecken und das Schaffen prominenter Kurzfilmer zu verfolgen. Denn schon traditionell bildet der Deutsche Wettbewerb einen Querschnitt der unabhängigen Filmemacher und Produktionen sowie der hiesigen Filmhochschulen ab.

Aus den rund 800 Einreichungen schafften es 24 Kurzfilme in die Auswahl. Diese Kurzfilme – sowohl Spielfilme als auch Dokumentar- und Experimentalfilme sowie Animationen – bewerben sich um den Jurypreis (2000 Euro). Das Publikum kürt den besten Kurzfilm aus Internationalem und Deutschem Wettbewerb und prämiert diesen mit dem Publikumspreis, dotiert mit 1500 Euro.

Alle fünf Programme des Deutschen Wettbewerbs laufen im Filmraum.

Filmauswahl: Lars Frehse, Alexandra Gramatke, Ella Hebendanz, Anne Jagemann, Nadine Mayer,
Stine Wangler

weitere Infos: www.festival.shortfilm.com

Perspektivwechsel

In Zeiten, in denen sich die Welt anscheinend immer schneller verändert und alte Gewissheiten verloren gehen, versucht der Mensch verzweifelt, so viel wie möglich zu erfahren, um sich ein Bild von der Welt zu machen und das Gestern, Heute und Morgen verstehen zu können. Doch wenn die Betrachterin sich dem Bild zu sehr nähert, verschwimmt das große Ganze, während der Blick auf kleine, scheinbar unzusammenhängende Ausschnitte beschränkt ist. Gerade bei solchen Wahrnehmungsstörungen sind es oft Kurzfilme, die neue Perspektiven eröffnen und es dem Zuschauer erlauben, sich ein Gesamtbild zu machen.

Menschen aus aller Welt, die auf ihrem nicht immer metaphorischen Weg einen Zwischenstopp einlegen, und Frauen, die von männlichen Blicken und Begierden auf ihre Körperlichkeit reduziert und als Projektionsfläche festgehalten werden, zeigen, wie leicht die Grenze zwischen ›Rast und Unruh‹ verschwimmen kann. Die Zwänge der eigenen Biografie, Kultur und Gesellschaft, die das Individuum gefangen halten, sind oft stärker als erwartet und nicht jede ›Sollbruchstelle‹ ermöglicht ein Entkommen. Beim näheren Betrachten von ›Kunst, Kommerz und Kernphysik‹ werden Überschneidungspunkte, das Schöne im Hässlichen und die großen Schatten kleiner Dinge sichtbar. Jenseits des grellen Scheinwerferlichts sind Justizirrtümer, Zerstörungen im Namen des Umweltschutzes und tief sitzende Traumata ›die im Dunkeln‹, die man nicht sieht. Am Ende stellt sich die Frage, ob ›die Welt als Wille und Vorstellung‹ mehr ist als nur Propaganda, Ideologie, Gewalt, Massenmedien und Konsum

Wie immer wünschen wir dem Publikum nicht nur viel Spaß, sondern freuen uns darauf, gemeinsam neue Eindrücke und Sichtweisen zu schaffen, die die uns liebgeworden augenscheinlichen Wahrheiten infrage stellen.

Programmübersicht im filmRaum

Deutscher Wettbewerb #1 Rast & Unruh

Mittwoch, 07. Juni 2017 20:00 Uhr

  1. Weil es Mitte März ist  , von Leri Matehha, Israel 2016, 08:40 min
  2. Die Herberge  , von Ulu Braun, Deutschland 2017, 14:45 min
  3. Imbiss  , von Christoph Eder/ Jonas Eisenschmidt, Deutschland 2016, 13:11 min
  4. Three Steps  , loseb >Soso< Bliadze, Georgien,Deutschland 2017, 19:35 min
  5. It Was Still Her Face  , von Christoph Girardet, Deutschland 2017, 08:00 min
  6. Schleifentage  , von Betina Kuntzsch, Deutschland 2016, 14:00 min

Deutscher Wettbewerb #2 Sollbruchstellen

Donnerstag, 08. Juni 2017 20:00 Uhr

  1. Mein Vater und Ich  , von Ali Tamim, Deutschland 2016, 28:45min
  2. Ein Aus Weg  , von Simon Steinhorst/ Hannah Stragholz, Deutschland 2016, 19:58 min
  3. The Last Tape  , von Igor Kosenko, Deutschland 2017, 12:21 min
  4. Die Überstellung , Michael Grudsky,Deutschland/ Israel/Österreich 2017, 22:24 min

Deutscher Wettbewerb #3 Kunst, Kommerz & Kernphysik

Freitag, 09. Juni 2017 20:00 Uhr

  1. Zentralmuseum  , von Jochen Kuhn, Deutschland 2016, 14:40 min
  2. Die Maler kommen  , von Stefan Lampadius, Deutschland 2016, 19:11 min
  3. Apollo 11 1/2  , von Olaf Held, Deutschland 2016, 15:50 min
  4. Cern Material Trigger 42 , von Jan Peters, Deutschland 2017, 24:42 min
  5. Ugly,Nikita Diakur, Deutschland 2017, 11:54 min

Deutscher Wettbewerb #4 Die im Dunkeln

Samstag, 10. Juni 2017 19:00 Uhr

  1. Dann muss es ja ein was weiß ich was Gutes geben, von Florian Andreas Dedek, Deutschland 2016, 31:02 min
  2. Kaltes Tal, Johannes Krell/ Florian Fischer, Deutschland 2016, 14:30 min
  3. Tiefenschärfe, von Alex Gerbaulet/ Mareike Bernien, Deutschland 2016, 14:30 min
  4. Thievery and Songs, von Gernot Wieland, Deutschland 2016, 23:40 min

Deutscher Wettbewerb #5 Die Welt als Wille und Vorstellung

Samstag, 10. Juni 2017 21:15 Uhr

  1. Call of Cuteness, von Brenda Lien, Deutschland 2017, 04:00 min
  2. Manipulation, von Daniel Lang, Deutschland 2017, 10:30 min
  3. Find Fix Finish, von Mila Zhluktenko, Sylvain Cruiziat, deutschland 2017, 19:26 min
  4. Love Goes through the Stomach, NEOZOON, Deutschland 2017, 18:00 min
  5. Ocean Hill Drive, von Miriam Gossling/ Lina Sieckmann, Deutschalnd 2016, 20:34 min

Deutscher Wettbewerb # Best of

Sonntag, 11. Juni 2017 19:00 Uhr